03.02.2022 12:07 |

Für Risikogruppen

Deutschland empfiehlt bereits vierte Impfung

Obwohl erst etwa die Hälfte der Deutschen eine Booster-Impfung gegen Covid-19 erhalten hat, empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) nun einen vierten Stich für Angehörige von Risikogruppen sowie für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich. Das teilte das Expertengremium, das sich außerdem für Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Novavax ausspricht, am Donnerstag mit.

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Die Impfempfehlung gilt insbesondere für Über-70-Jährige, für Bewohner von Pflegeeinrichtungen und für Menschen mit Immunschwächekrankheiten ab fünf Jahren. Die Stiko bezieht sich dabei auf Erkenntnisse aus Israel, wo bereits seit Ende Dezember zum zweiten Mal geboostert wird. Dort habe sich gezeigt, dass eine vierte Impfung zu einem besseren Schutz vor Corona-Infektionen und vor allem vor schweren Erkrankungen führt.

Zur Begründung teilte das Gremium mit, dass aktuelle Daten einen schwindenden Infektionsschutz nach dem ersten Booster gegen die Omikron-Variante binnen weniger Monate zeigten. Bei gesundheitlich gefährdeten Menschen solle der vierte Stich mit einem mRNA-Vakzin frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischung erfolgen, Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen solle den zweiten Booster frühestens nach sechs Monaten erhalten, so die Stiko-Empfehlung.

Empfehlung für Impfungen mit Novavax-Vakzin
Die Stiko hat sich außerdem für Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Novavax für Menschen ab 18 ausgesprochen. Der Impfstoff soll zur Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen bei volljährigen Menschen eingesetzt werden. Für Schwangere und Stillende werde er aktuell aber nicht empfohlen, heißt es.

In Deutschland soll der Novavax-Impfstoff - das Präparat namens Nuvaxovid ist seit Ende Dezember in der EU zugelassen - ab 21. Februar verfügbar sein. Es handelt sich dabei, anders als bei den anderen zugelassenen Vakzinen, um einen sogenannten Proteinimpfstoff mit einem Wirkverstärker.

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