01.02.2022 14:15 |

Koffer voller Bargeld

Betrüger ergaunerten 440 Mio. € Covid-Hilfsgelder

Die italienische Polizei hat einen großen Betrügerring gesprengt, der illegal Corona-Hilfsgelder abkassierte, die die Regierung zur Unterstützung von Unternehmen und Gewerbetreibenden in der Corona-Krise ausgeschüttet hatte. Die Kriminellen haben durch falsche Steuergutschriften vom Staat Italien 440 Millionen Euro erschlichen.

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Die Gelder sollen an Personen wie Unternehmer und Buchhalter ausbezahlt worden sein, die keinen Anspruch darauf hatten, lautet der Verdacht der Ermittler. Die Erhebungen hatten in der Adria-Stadt Rimini begonnen und dehnten sich auf mehrere Regionen aus. Insgesamt wird gegen 78 Personen ermittelt.

Mit falschen Steuergutschriften Staat geschädigt
Die Finanzpolizei führte 80 Hausdurchsuchungen durch. Bei diesen wurden sogar Koffer voll mit ergaunertem Bargeld gefunden. Der Schaden durch die mit falschen Steuergutschriften unrechtmäßig erhaltenen Gelder beläuft sich auf 440 Millionen Euro, teilten die Ermittler mit. Acht Personen wurden im Zuge der Razzien der Guardia di Finanza von Rimini festgenommen und sind in Untersuchungshaft, vier weitere befinden sich in Hausarrest.

Mittelsmänner hatten Erleichterung für zum Teil nicht existierende Unternehmen beantragt, die Steuergutschriften wurden anschließend an Unbeteiligte veräußert. Die Vereinigung mit Sitz in Rimini soll Zweigstellen in ganz Italien betrieben haben. 20 Unternehmern und drei Buchhaltern, die dem Betrügerring angehören, wurden Berufsverbote auferlegt. Neun der Verdächtigen hatten einen Antrag auf Einbürgerung gestellt, drei weitere waren wegen Verbindungen zur Mafia vorbestraft.

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