18.01.2022 06:45 |

Babys unter den Opfern

Flüchtlingsboot gesunken: Über 40 Tote vor Marokko

Mehr als 40 Migranten sind vor der Küste Marokkos mit einem Flüchtlingsboot untergegangen. Unter den 43 Toten seien drei Babys und 14 Frauen, erklärte die spanische Organisation Caminando Fronteras, die die Fluchtroute zwischen Marokko und den Kanarischen Inseln überwacht. Die meisten Opfer stammten demnach aus südafrikanischen Ländern und wollten über den Atlantik die Kanaren erreichen.

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Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge am Sonntag vor der Küste von Tarfaya im Süden Marokkos. Bisher seien nur zwei Leichen geborgen worden, teilte die Organisation mit, die ihre Informationen von Überlebenden und Angehörigen erhält. Zehn Menschen an Bord, darunter sechs Frauen, seien gerettet worden.

Stunden bis zur Rettung
Die Überlebenden hätten um vier Uhr in der Früh einen ersten Notruf abgesetzt, sagte ein Sprecher von Caminando Fronteras. Es habe Stunden gedauert, bis marokkanische Rettungskräfte das Boot gefunden und geborgen hätten.

Seit dem Vorjahr mehr als 4000 Tote bei Überfahrten
Nach Angaben des spanischen Innenministeriums haben im Jahr 2021 mehr als 373.000 Migranten Spanien über den Seeweg erreicht. Nach Angaben von Caminando Fronteras sind mehr als 4000 Menschen bei der Überfahrt gestorben oder werden seither vermisst. Die meisten Leichen werden demnach nie gefunden.

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