16.01.2022 16:22 |

Starke Teamleistung

Aufwärtstrend der Slalom-Asse hält in Wengen an

Nach Sieg und Platz zwei in Adelboden haben die rot-weiß-roten Slalom-Asse den generellen Aufwärtstrend bestätigt. Nur drei Hundertstel fehlten Fabio Gstrein in Wengen auf seinen ersten Weltcup-Podestplatz. Der Ötztaler, der in der Vorwoche als Führender eingefädelt hatte, brachte als Vierter sein mit Abstand bestes Saisonergebnis in die Bücher. Knapp dahinter belegte Manuel Feller den fünften Platz. Obwohl Johannes Strolz ausschied, kamen vier Österreicher in die Top 11.

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Lag Gstrein nach dem ersten Lauf aufgrund eines Fehlers beim letzten Übergang nur auf Position 17, vermied er im Finale vor offiziell 10.100 Zuschauern am Sonntag einen groben Patzer. Mit der zweitbesten Zeit nach Sieger Lucas Braathen hätte er es fast noch auf das Stockerl geschafft. „Im ersten habe ich gleich angefangen wie in Adelboden. Da wäre recht viel drinnen gewesen, wenn nicht der Fehler auf der letzten Welle passiert wäre“, sagte der 24-Jährige. „Das hat mich angeblich eine Sekunde gekostet. Das tut dann schon weh.“

Durchgang zwei stimmte ihn aber zufrieden. „Der zweite war vom Gefühl her auch recht gut, glaube ich. Ich habe fast das Maximum herausgeholt, unten habe ich halt ein bisschen zu viel rausgenommen über die letzte Welle.“ In Hinblick auf die Olympia-Teilnahme sei das Ergebnis auch nicht das schlechteste. „Bei den nächsten zwei Rennen heißt es, noch einmal ein gutes Skifahren zeigen, eine gute Platzierungen holen. Dann bin ich gespannt, was der Andi (Andreas Puelacher/Anm.) entscheidet.“

„Ist dann einfach zu wenig“
Feller lag zur Halbzeit noch auf dem zweiten Platz hinter Henrik Kristoffersen, der zweite Abschnitt verlief für ihn durchwachsen. Er habe auch nicht auf Teufel komm raus riskiert. „Ich habe mir gedacht, wenn ich es normal runterfahre, wird es schon reichen für den zweiten Platz. Ich habe schon zweieinhalb Ausfälle hinter mir und wollte einfach eine gute Nummer haben für Kitzbühel und Schladming“, meinte Feller, der im zweiten Lauf mit der 19. Zeit 2,32 Sekunden hinter Braathen war. „Schlussendlich ist es dann einfach zu wenig gewesen im zweiten Durchgang. Der Zeitrückstand ist mir schon ein bisschen zu viel.“

Für Marco Schwarz war Platz zehn zwar das beste Saisonergebnis, die 1,23 Sekunden Rückstand stimmten ihn aber nicht zufrieden. „Ich sehe Fortschritte. Adelboden war auch ganz okay, wenn ich es im Nachhinein betrachte. Da waren es zwei, drei Zehntel, die auf einen Spitzenplatz fehlen. Heute ist es wieder ein bisschen mehr, aber ich habe gute Passagen dabei.“ Es fehle noch der Mut zum letzten Risiko. „Dann passt es wieder für weiter vorne. Auf das baue ich jetzt dann bei den Heimrennen.“

Als Elfter näherte sich Michael Matt erstmals in dieser Saison knapp den Top Ten, lag nur eine Hundertstelsekunde hinter Teamkollege Schwarz. „Es war ein schwieriges Rennen. Ich bin jetzt zweimal ziemlich von der Mitte aus gestartet. Vorneweg hast du es doch ein bisschen glatter von der Piste, dann wird es sehr spröde. Schwierig, dass du den Ski da so richtig gehen lassen kannst. Im Steilhang hatte ich den Fehler, aber ansonsten war es okay“, analysierte der Arlberger. „Am Anfang ist es bei mir nicht gut gelaufen, da riskiert du auch nicht das letzte Hemd. Ich wollte schon auch im ersten attackieren, aber da muss mehr gehen.“

Strolz baute nach seinem überraschenden Sieg in Adelboden diesmal einen Ausfall. „Wenn man zu viel ausholt vor dem Übergang, verliert man viel Zeit. Wenn man ihn frech drüberlässt, muss man einfach den Druck schneller aus dem Ski nehmen, das habe ich nicht gut gemacht. Ich war da zu lange auf der Kante, dann hat es mich versetzt“, sagte der Vorarlberger. „Ich habe mich ganz gut gefühlt. Ich habe im zweiten Durchgang solide Schwünge gezeigt, da bleibe ich jetzt einfach dran.“

Landsmann Christian Hirschbühl schied ebenfalls aus, nach einem wild aussehenden Sturz wird eine Knöchelverletzung befürchtet. Auch Marc Digruber und Dominik Raschner sahen das Ziel nicht.

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