Angst vor Lockdown

Letzter Umsatz-Turbo für Handel dringend nötig

Der Handel erwartet nach dem Lockdown im Advent nun den letzten Umsatz-Turbo in diesem Jahr.

Der Phase zwischen dem 24. und 31. Dezember kommt im Handel ein großes Gewicht zu. Und diesmal wird ein regelrechter Ansturm erwartet. „Wir erwirtschaften zehn Prozent des Weihnachtsumsatzes in dieser Zeit. Heuer kommt dazu, dass etwa 20 Prozent der versäumten Einkaufsgelegenheiten aufgrund des Lockdowns ebenfalls nun nachgeholt werden“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. Zudem wurden so viele Gutscheine wie noch nie verkauft.

„Die kursierenden Spekulationen zu einem erneuten Lockdown im Handel tragen dazu bei, dass die Österreicher versuchen werden, diese eher früher als später einzulösen“, so Will weiter. Auch das Umtauschen der Geschenke sorge laut Wirtschaftskammer oft noch für zusätzlichen Umsatz.

Großteil des entgangenen Umsatzes nicht mehr aufzuholen
Dieser wird nach dem dreiwöchigen Lockdown in der Vorweihnachtszeit auch dringend benötigt. 560 Millionen Euro hat alleine der Wiener Non-Food-Handel in dieser Zeit verloren. Der Großteil davon ist nicht mehr einzubringen, wanderte an amerikanische Online-Riesen. Mehr als jeder zweite Händler hat bereits Existenzsorgen, jeder dritte muss Personal entlassen (wir berichteten).

Um neben Gutscheinen und Umtausch noch weitere Kunden anzulocken, werben viele Geschäfte mit großzügigen Rabatten. Die komplette Winter-Mode befindet sich bereits im Sale. Auch Technik-Riesen bieten Smartphones und Co. verbilligt an. „Wir gehen von einem starken Besucherandrang am Montag aus“, berichtet auch Zsolt Juhasz, Chef vom Westfield Donau Zentrum. Die Umsätze seien gerade zufriedenstellend. „Wir arbeiten beständig an einem bestmöglichen Shoppingbesuch und erwarten auch sehr gute Besuchszahlen in der gesamten Woche bis Silvester“, so Juhasz weiter.

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Einen erneuten Lockdown werden viele Handelsbetriebe nicht mehr mittragen können.

Rainer Will vom Handeslverband

Aber: „So viel sei gesagt: Einen erneuten Lockdown werden viele Handelsbetriebe nicht mehr mittragen können“, warnt Will.

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