„Krone“-Christkindl

„Wir sind einfach nur froh, dass Lucas noch lebt!“

Furchtbare Leidensgeschichte eines Zwölfjährigen aus Wels: Eine seltene Krankheit verursacht Gehirnblutung, Organversagen und wochenlanges Koma. Die „Krone“-Familie wird auch ihm und seiner Familie heuer im Rahmen der Weihnachtsaktion helfen. Seien Sie Teil des „Krone“-Christkinds und schenken Sie Weihnachtsfreude!

Lucas war ein glückliches Kind - fröhlich, aufgeweckt und sportlich. Doch im März 2019 schlug das Schicksal unbarmherzig zu. Der damals Neunjährige war plötzlich ganz gelb und extrem schwach geworden. Die Ursache blieb zunächst unklar. Vom Welser Krankenhaus wurde er nach Innsbruck überstellt, wo Ärzte ein Leberversagen vermuteten.

Der Bub kam schließlich auf die Kinderonkologie nach Linz. Diagnose: Aplastische Anämie (Knochenmarkversagen) – eine extrem seltene Krankheit, die nur bei zwei von einer Million Menschen aufritt. Lucas‘ Leben besteht seit damals nur aus Schmerzen.

Eingriff am Herzen
Eine Immuntherapie und eine Antikörpertherapie mit Pferdeserum blieben leider erfolglos. Lucas’ Herz und Lunge wurden außerdem von einem Pilz befallen, der operativ entfernt werden musste. Der Schüler wurde ins St. Anna-Spital nach Wien überstellt, wo nach einer starken Chemotherapie eine Knochenmarktransplantation versucht wurde. „Auch die war leider erfolglos“, seufzt Mutter Simone (39), die sich gemeinsam mit Ehemann Robert (53) seit zwei Jahren aufopfernd um den schwerkranken Sohn kümmert. Die Eltern sind seither sieben Tage die Woche bzw. rund um die Uhr für den kranken Sohn da.

Drei Monate im Koma
Anstatt einer Heilung trat bei Lucas als Folge der Transplantation leider eine schwere Blutvergiftung auf, die ein Multiorganversagen zur Folge hatte. „Er ist drei Monate lang im Koma gelegen,“, so die Mama. Der Sohn wurde zurück nach Linz gebracht, wo sich sein Zustand stabilisierte. Nachdem er zumindest seine Hände wieder bewegen konnte, kam er auf Reha. Doch nur zwei Tage später vermuteten die Ärzte einen Schlaganfall. Tatsächlich war es eine Gehirnblutung. „Lucas ist wieder zwei Monate lang im Tiefschlaf gelegen, die Ärzte wollten ihn schon aufgeben, doch das habe ich verhindern können“, erinnert sich Simone.

Eltern hoffen weiter
Der Sohn ist nun ein kompletter Pflegefall, hat Pflegestufe 7. Er muss seit seinem zweiten Luftröhrenschnitt auch künstlich über eine Sonde ernährt werden. „Wir sind aber extrem froh, dass wir ihn immer noch haben“, betonen die Eltern, die ihre Hoffnung auf eine Besserung nicht aufgeben wollen.

Wieder daheim
Bei einer neuerlichen Reha in Salzburg begann Lucas wieder zu sprechen. Er kann nun Hände und Kopf wieder bewegen. Seit Kurzem befindet sich die Familie endlich auch wieder zu Hause.

„Spürt schon Kitzeln“
„Wir haben jetzt eine Physiotherapeutin, die versucht, ihn zu mobilisieren, bei den Füßen spürt er sogar schon das Kitzeln“, freut sich Simone. Die monatlichen Kosten allein dafür: 1500 Euro. Es gibt aber immer wieder Tage, an denen Lucas weint: „Er möchte so gern wieder ein normales Leben führen.“

So können Sie helfen
Liebe Leser, wenn Sie in dem Fall helfen möchten, spenden Sie bitte unter dem Kennwort „Lucas“ an das „Krone“-Sonderkonto bei der Hypo Oberösterreich (IBAN: AT28 5400 0000 0060 0007; BIC: OBLAAT2L). Die Spender werden wahlweise auch namentlich in unserer Printausgabe veröffentlicht. Sollten Sie aber anonym bleiben wollen, ersuchen wir Sie, das im Feld „Verwendungszweck“ bitte eigens anzuführen.

Von
Jürgen Pachner
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Montag, 06. Dezember 2021
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