03.11.2021 13:04 |

Mehr Geld für Bahn

18 Mrd. € für mehr Menschen und Güter auf Schiene

Kurz bevor Umweltministerin Leonore Gewessler zur UN-Klimakonferenz nach Glasgow reist, stellte sie beim Pressefoyer nach dem Ministerrat noch die Erfolge und Visionen beim Bahnausbau vor: Die Investition von 18,2 Milliarden Euro soll dazu beitragen, bis 2040 klimaneutral zu sein - die Summe wurde um Hunderte Millionen Euro erhöht. Die Ministerin präsentierte dazu vier Säulen, auf die sich „das größte Bahnausbauprojekt , das Österreich  je gesehen hat“ die nächsten sechs Jahre stützen soll.

Der Ausbau der Bahn ist für Umweltministerin eine Herzensangelegenheit: So berichtet sie begeistert, dass sich fast 130.000 Menschen bereits ein Klimaticket zugelegt hätten. Nun solle das Bahnnetz bis 2027 weiter verbessert werden, um noch mehr Pendler und Reisende auf Schiene zu bringen. Um 700 Millionen Euro wurde das Infrastrukturprogramm dafür aufgefettet.

Ein Schwerpunkt will sie dabei auf den Ausbau des Nahverkehrs in Ballungsräume setzen. Als Beispiele nannte sie das Rheintal und die S-Bahn-Stammstrecke in Wien. Der zweigleisige Ausbau der Strecke Werndorf - Spielfeld-Straß soll vorgezogen werden. Den zweiten Fokus legt sie auf die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn, der mit Baumaßnahmen auf wichtigen Transitrouten erreicht werden soll. Der Ausbau der viergleisigen Strecke am Brenner soll den Güterverkehr von Norden nach Süden vermehrt auf Schiene bringen.

Bis 2035 soll es keine Dieselloks mehr geben
Die dritte Säule betrifft die Elektrifizierung der Bahn in ganz Österreich. „Weg von der Diesellok“ lautet hier das Motto. Bis 2035 soll die Bahn bundesweit mit „sauberen Öko-Strom“ betrieben werden. Das betreffe beispielsweise die Ostbahn in der Steiermark. Zu guter Letzt soll auch die Digitalisierung der Bahn vorangetrieben werden. Digitale Infosysteme auf den Bahnhöfen und guter Handyempfang im Zug soll Bahnfahren noch bequemer und moderner machen.

Tanner: Brandbekämpfung nicht unsere erste Aufgabe“
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner musste nach dem verheerenden Brand im Rax-Gebiet nach dem Ministerrat zur Einsatzfähigkeit des Bundesheers Stellung nehmen. Man habe noch nie „die Einsatzbereitschaft so zeigen müssen“, wie in der jüngsten Zeit. So verwies Tanner auf Corona-Krise oder den Terroranschlag vor einem Jahr. Noch immer seien Hunderte Soldaten zur Überwachung der Botschaften im Einsatz. Die Brandbekämpfung sei „auch nicht unsere erste Aufgabe“, betonte die Ministerin. Es gebe einen „unglaublichen Investitionsstau, den es aufzulösen gilt“.

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