Angst vor Ansteckung?

Umfrage: 13 Prozent meiden seit Corona die Öffis

Wohnen & Verkehr
22.10.2021 18:00

Die Wiener sind Öffi-Kaiser. Aber die Pandemie veränderte das Mobilitätsverhalten. Laut einer Umfrage meiden 13 Prozent derzeit Bim und Bus. Die Wiener Linien aber betonen: „Es gibt keinen Grund, Angst vor einer Öffi-Fahrt zu haben.“

Laut einer aktuellen Analyse des Verkehrsclubs Österreich, basierend auf Zahlen der Statistik Austria vom Jahr 2019, sind die Wiener - wenig überraschend - bundesweit die Öffi-Champions. 93 Prozent der über 15-jährigen Hauptstädter fahren zumindest gelegentlich mit Bus, Bim und Co. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz landet Vorarlberg mit 73 Prozent. Die wenigsten Öffi-Fahrer (40 Prozent) sind übrigens im Burgenland anzutreffen.

Mehr Auto, mehr Fahrrad
Laut einer aktuellen Umfrage der Mobilitätsplattform Bolt in Wien und Niederösterreich hat die Pandemie das Verhalten von manchen in Bezug auf Öffis jedoch verändert. 25 Prozent der Befragten gaben an, dass dem so ist. So nutzt knapp ein Viertel das eigene Auto nun häufiger, zwölf Prozent das Fahrrad.

(Bild: Pail Sepp)

Aber: 13 Prozent meiden laut Umfrage die öffentlichen Verkehrsmittel nun komplett. Das veränderte Mobilitätsverhalten bestätigen auch die Wiener Linien. „Mit den ersten Ausgangsbeschränkungen im vergangenen Jahr waren es bis zu 80 Prozent weniger Fahrgäste“, schildert ein Unternehmenssprecher. Mittlerweile freue man sich aber, dass man wieder bei 80 Prozent der Fahrgäste im Vergleich zur Zeit vor Corona sei. 

Die Wiener Linien verweisen auf die Sicherheit in den U-Bahnen. Nicht zuletzt wegen der seit Pandemiebeginn durchgängigen Maskenpflicht. (Bild: Brenek Malena)
Die Wiener Linien verweisen auf die Sicherheit in den U-Bahnen. Nicht zuletzt wegen der seit Pandemiebeginn durchgängigen Maskenpflicht.

503 Millionen wurden heuer investiert
Dennoch fehlen natürlich auch die Touristen, die vor allem die teureren Einzelfahrscheine kaufen. Trotzdem wird von den Wiener Linien kräftig investiert: 503 Millionen Euro sind es alleine in diesem Jahr. Viel Geld kommt auch von Stadt und Bund. Erstere subventioniert das Öffi-Netz mit knapp 700 Millionen Euro pro Jahr. Dafür fahren die Wiener mit Jahreskarte für nur einen Euro pro Tag. Eine Million Mal wurde sie 2020 verkauft.

(Bild: Tomschi Peter)

System ist leistbar, Garnituren sind sicher
Ist das System also so noch leistbar? „Die Stadt bekennt sich zu ihren Öffis. Alle Investitionen sind eine kraftvolle Klimaschutzvorsorge mit direktem Mehrwert für die Wirtschaft“, beteuert Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ).

Und auch die Sicherheit ist in den Garnituren gewährleistet: „Wir haben strenge Sicherheitskonzepte wie die durchgängige Maskenpflicht seit Beginn der Pandemie. Es gibt keinen Grund, Angst vor einer Öffi-Fahrt zu haben“, versichern die Wiener Linien.

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