18.10.2021 10:51 |

Resolution gegen Lärm

„Zeit der Ausreden bei Bahnlärm ist jetzt vorbei“

Die Kärntner Resolution gegen den Bahnlärm, die den Bund in die Pflicht nimmt, schlägt weiter hohe Wellen. Das Land hofft auf Unterstützung. Die ÖBB investieren zwar in Lärmschutz, eine alternative Bahntrasse sei aber noch kein Thema...

„Bis jetzt haben wir bereits 25 Millionen Euro in Schallschutzwände und Co. investiert“, sagt ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel. Weitere Vorkehrungen stünden bereits auf der Agenda. „Für die nächsten Lärmschutz-Schritte laufen derzeit konkrete Gespräche mit der Stadt Klagenfurt und Pörtschach.“

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Die alternative Bahntrasse ist laut Lärmmessung derzeit nicht notwendig. Wir warten die Verkehrsprognose ab.

ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel

Ein Meilenstein für die Eindämmung des Bahnlärms sei für Zernatto-Peschel vor allem das von der EU geplante Vorhaben „quieter routes“, das ab 2024 in Kärnten umgesetzt werden soll. „Dann sind laute Güterzüge entlang der Wörthersee-Strecke sowieso Geschichte, denn ab diesem Zeitpunkt dürfen ohnehin nur mehr leise Züge fahren“, so Zernatto-Peschel.

Die seit Jahren für den Kärntner Zentralraum geforderte alternative Bahntrasse sei sowohl für Bund, als auch die ÖBB vorerst noch kein Thema: „Die Verkehrsprognose 2040, die in den nächsten zwei Jahren erscheinen wird, wird zeigen, ob Ausweichgleise notwendig sind. Derzeit ist das jedoch noch nicht notwendig, da der Lärmpegel unter dem Richtwert liegt.“

„Zeit der Ausreden ist vorbei“
Das Land Kärnten und die Bürgerinitiativen zeigen sich damit aber alles andere als zufrieden. Andreas Schäfermeier, Sprecher des Landeshauptmannes: „Die Bundesregierung - allen voran Finanzminister Blümel und Verkehrsministerin Gewessler - muss die notwendigen Voraussetzungen schaffen, damit die ÖBB die notwendige Güterbahntrasse zum Schutz von 200.000 lärmgeplagten Kärntnern in den Rahmenplan aufnimmt. Die Zeit der Ausreden ist jetzt vorbei!“

Von
Elisa Aschbacher
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