Die Stadt Klagenfurt als 20 Prozent Gesellschafterin der Flughafen Betriebsgesellschaft wird gegen das erstinstanzliche Urteil des Handelsgerichtes Wien vom 22. Dezember 2025 in Berufung gehen. Dafür geht gegen die Stadt selbst ein Verfahren ein. Wirtschaftsprüfer Ulrich Kraßnig klagt.
Es gab einige heiße Themen beim Stadtsenat. Wirtschaftsprüfer Ulrich Kraßnig muss weiter auf den Rest seiner Gage warten. Die Stadt hat für die Gutachten nur 50 Prozent der Rechnung von 72.000 Euro bezahlt. Gestern wurde das Thema besprochen. SP, FP und VP beschlossen mehrheitlich, die Ergebnisse der Prüfung dieser Causa durch den Stadtrechnungshof abzuwarten.
„Gutachten brachten der Stadt Millionen“
Stadtchef Christian Scheider meint, dass Kraßnig klagen solle. „Der Rechnungshof kann nicht die erhofften Antworten geben. Denn die Parteien stoßen sich an der Höhe der Gage für ein Gutachten.“ Das macht Kraßnig auch: „Meine Gutachten haben der Stadt Millionen Euro gebracht. Es reicht. Ich klage.“ Und die Chancen des Wirtschaftsprüfers vor Gericht stehen ausgezeichnet. Solche Methoden bringen es mit sich, dass bald kein vernünftiger Prüfer mehr ein Gutachten für die Stadt Klagenfurt verfassen wird.
Berufung der Stadt wegen der „Call-Option“
Beim Flughafen gab es die erwartete Berufung. Die Stadt als 20 Prozent Gesellschafterin der Flughafen Betriebsgesellschaft wird gegen das erstinstanzliche Urteil des Handelsgerichtes Wien vom 22. Dezember 2025 in Berufung gehen. Das Handelsgericht Wien hatte entschieden, dass die Ziehung der Call-Option vor zwei Jahren zu Unrecht erfolgte. Jetzt geht’s am Airport aber bergauf. Die Passagierzahlen sind im Vorjahr um 27,2 Prozent gestiegen. Bei den Flugbewegungen gab es ein Plus von 20 Prozent.
Wirtschaftspakt mit Nachbarsgemeinden
Der Ostermarkt wurde fixiert. Und sanierungsbedürftige Gemeindezentren werden saniert. In Viktring bzw. St. Ruprecht investiert die Stadt 155.000 Euro in Brandschutzmaßnahmen. Die Wirtschaft erhält überhaupt neue Impulse. Klagenfurt schloss mit den vier Gemeinden Ebenthal, Grafenstein, Poggersdorf und Magdalensberg gemeinsam mit LHStv. Martin Gruber (VP) einen Pakt ab. Ziel ist es, neue Betriebe anzusiedeln.
Stadträtin Sandra Wassermann berichtete zum tragischen Verkehrsunfall mit einem Kranfahrzeug des Magistrates. „Das Fahrzeug ist neuwertig, alle Sicherheitsüberprüfungen wurden gemacht. Der Vorfall wird weiterhin intern, aber auch von den zuständigen Behörden genauestens überprüft.“
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