Wegen Amtsmissbrauchs und Untreue musste sich am Dienstag der ehemalige Kassier einer Pongauer Gemeinde vor dem Landesgericht Salzburg verantworten. Der Mann soll es gemäß Anklage 30 Jahre lang unterlassen haben, diverse Gebühren einzuheben, etwa Hundesteuer oder Müllabgaben.
Gut 53.000 Euro soll er zudem als besondere Nächtigungsabgabe an das Land Salzburg weitergeleitet haben – ohne diese zuvor einkassiert zu haben. Wie groß der gesamte Schaden tatsächlich ist, war beim Prozess unklar.
Der Angeklagte sprach von Überforderung. Er habe eine Vielzahl von Aufgaben innerhalb der Gemeinde innegehabt. Es sei ein Fehler gewesen, dass er nicht viel früher um Hilfe gebeten habe.
15 Monate Haft – allerdings bedingt
Letztlich fasste der Pensionist eine bedingte Haftstrafe von 15 Monaten aus. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Die Gemeinde wurde mit ihren Schadensforderungen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.
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