Der Kreditschutzverband (KSV) erstellt regelmäßig Bilanzen der Firmen-Pleiten. Am Montag wurde das Ergebnis des ersten Quartals veröffentlicht: Die Unternehmensinsolvenzen in Tirol sind im ersten Quartal 2011 insgesamt um sechs Prozent gesunken, wobei es bei den eröffneten Verfahren sogar ein Minus von 25 Prozent gab.
Außer Kneissl durchwegs kleine Unternehmen betroffen
Fest steht auch, dass im heurigen Jahr - mit Ausnahme der Kneissl-Gruppe (wo die tatsächlichen Verbindlichkeiten erst zum Zeitpunkt der Prüfungstagsatzung am 8. April feststehen) - durchwegs nur kleine Unternehmen mit ganz wenigen Mitarbeitern von der Insolvenz betroffen waren. Dies hat sich auch bei den Verbindlichkeiten und den von Insolvenzen betroffenen Mitarbeitern (Reduktion um etwa 50 Prozent) entsprechend positiv niedergeschlagen.
Ein wesentlicher Grund für diese erfreulichen Zahlen in Tirol ist die gute Wirtschaftsentwicklung: Die Industrie kann wieder mit starken Exportzuwächsen aufwarten. Wobei auch der gewerbliche Bereich gute Erfolge verzeichnete und - gemäß einer Umfrage der Wirtschaftskammer Tirol - allgemein eine sehr optimistische Stimmung in der Wirtschaft vorhanden ist.
Die größten Pleiten im ersten Quartal in Tirol: Kneissl Tirol (14,5 Millionen Euro), Kneissl Holding (6,8), Modernbau (4,6), Kneissl Star Lounge (1,5) und Pohl & Partner Verlagsgesellschaft (1,1).
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