12.10.2021 14:02 |

344 Euro pro Monat

Starker Trend zum Sparen setzt sich fort

Mit der wirtschaftlichen Erholung und dem Rückgang der Arbeitslosigkeit leiden jetzt weniger Menschen als im vergangenen Jahr finanziell unter der Corona-Krise. Der starke Trend zum Sparen hat sich aber fortgesetzt. Als Gründe für den weiteren Anstieg gaben 71 Prozent der Befragten an, aufgrund der Pandemie weniger Geld ausgegeben zu haben. 344 Euro werden im Durchschnitt pro Person und Monat zur Seite gelegt - vor zehn Jahren waren es nur 165 Euro.

Nachdem der durchschnittliche monatliche Sparbetrag schon 2020 stark auf 272 Euro gestiegen war, gab es heuer noch einmal einen Sprung auf 344 Euro, wie eine IMAS-Umfrage für die Erste Bank zeigt. Weiter stark gefragt sind auch Wohnkredite.

Befragt wurden von Mitte Mai bis Mitte Juni 900 Personen über 15 Jahre. 29 Prozent von ihnen gaben an, sie seien durch die Pandemie finanziell betroffen - im vergangenen Jahr hatten das noch 38 Prozent angegeben. Hochgerechnet würde das in absoluten Zahlen einen Rückgang von 2,9 auf 2,2 Millionen Menschen bedeuten.

Mit 81 Prozent liegt die Zahl jener, denen Sparen wichtig ist, nicht nur über der des Vorjahres, sondern auch über dem Niveau der Finanzkrise 2008/09 (jeweils 79 Prozent). 344 Euro werden im Durchschnitt pro Person und Monat zur Seite gelegt - vor zehn Jahren waren es nur 165 Euro.

Von den Menschen, die in der Corona-Zeit den Bau oder Kauf einer Wohnung oder eines Hauses geplant hatten, haben 60 Prozent ihr Vorhaben durchgeführt oder wollen das nach eigenen Angaben demnächst tun. 30 Prozent haben ihr Projekt verschoben, zehn Prozent haben ihren Plan aufgegeben. Wohnkredite seien nach wie vor gefragt.

Klassiker verlieren nicht an Beliebtheit
Obwohl Wertpapiere immer beliebter werden und das Spar- und Bausparbuch im vergangenen Jahrzehnt stark verloren haben, liegen die Klassiker noch immer deutlich in Führung: Ein Sparbuch haben 74 Prozent der Befragten (2011: 86 Prozent), ein Bausparbuch 53 Prozent (64 Prozent) und eine Lebensversicherung 43 Prozent (46 Prozent). Anlagen in Wertpapiere sind seit 2011 von 27 auf 33 Prozent gestiegen, eine private Pensionsvorsorge haben 22 Prozent.

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