30.09.2021 19:30 |

Trend weiter positiv

Ampel: Burgenland grün-gelb, Steiermark steigt auf

Der Corona-Trend in Österreich zeigt aktuell in die richtige Richtung. Laut Ampel-Kommission gehen die Zahlen außer in Kärnten überall nach unten oder stagnieren. Dementsprechend positiv sieht auch die Farbgebung aus. Das Burgenland ist neuerdings grün-gelb und weist somit geringes Infektionsrisiko auf, sehr hohes Risiko gibt es nirgendwo. Die Schulen wurden bundesweit auf Stufe zwei gestellt, es wird also weiter getestet. Trotz erfreulicher Tendenz tritt die Kommission auf die Euphorie-Bremse.

Bezüglich Schulen gab es eine Unstimmigkeit: Die Steiermark wollte in Stufe eins, was mehr oder weniger Unterricht wie in Vor-Corona-Zeiten ermöglicht. Die Mehrheit in der Kommission entschloss sich aber bei zwei Enthaltungen dafür, das gesamte Bundesgebiet auf Stufe zwei zu belassen. Ungeimpfte Schüler müssen weiter dreimal die Woche testen, geimpfte bzw. genesene nicht. Außerhalb der Klasse müssen weiter alle Maske tragen.

Steiermark und Tirol gelb, Gesamt-Österreich orange
Zweiter Aufsteiger neben dem Burgenland ist die Steiermark, die sich zu Tirol in die gelbe Zone (mittleres Risiko) gesellt. Die übrigen Länder sowie der Gesamtstaat bleiben im orangen Bereich (hohes Risiko). Ausschlaggebend für die Farbgebung sind ja mittlerweile nicht mehr die Infektionen alleine, sondern es werden weitere Faktoren eingerechnet. Vom roten Bereich (ab Risikozahl 100) ist man im Moment überall weit entfernt. Den schlechtesten Wert hat Oberösterreich mit 79,3, den besten das Burgenland (24,0).

Sechs Bezirke mit höchsten Inzidenzen allesamt in OÖ
Dementsprechend bleibt Oberösterreich das Sorgenkind. Die sechs Bezirke mit den höchsten Inzidenzen liegen in diesem Bundesland. Besonders betroffen ist das Innviertel mit den Bezirken Ried und Braunau, die die ungünstigsten Werte aufweisen. Diese sind auch Impf-Nachzügler.

Nur Kärnten hat leicht steigende Zahlen
Auch was die risikoadjustierte und die rohe Fallzahl angeht, sind die Zahlen in Oberösterreich bei Weitem die schlechtesten. Insgesamt stagnieren die Zahlen im Bundesland aber wie in der Steiermark. Überall sonst gehen sie zurück, nur in Kärnten wurde ein Anstieg verzeichnet, der mit elf Prozent aber vergleichsweise gering ist. Was die prognostizierte Auslastung der Intensivstationen betrifft, ist Oberösterreich hinter Wien Zweiter.

Kommission dennoch besorgt: Lage „instabil“
Obwohl der Trend in die richtige Richtung weist, ist die Ampel-Kommission besorgt. In einer Stellungnahme nach der Sitzung des Gremiums wird die Lage als „instabil“ beschrieben. Empfohlen wird, noch nicht Geimpfte mit Impfeinladungen persönlich anzuschreiben. Steigen die Fallzahlen, wird angeraten, frühere Maßnahmen wieder einzuführen. Welche damit gemeint sind, führte die Kommission nicht aus.

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