03.10.2021 06:01 |

„Laser-Sauger“

Dyson V15 Detect: Da bleibt kein Staubkorn zurück

Mithilfe eines eingebauten Laserlichts können Nutzer mit dem neuen Dyson V15 Detect auf akribische Staub-Suche in den eigenen vier Wänden gehen. Wie gut das funktioniert und was der neue Flaggschiff-Akkustaubsauger des britischen Herstellers sonst noch Neues zu bieten hat, erfahren Sie in unserem Test.

Der Dyson V15 Detect ist hierzulande in zwei Versionen erhältlich: als „Absolute“ mit acht und als „Absolute Extra“ mit zwei zusätzlichen Zubehörteilen, nämlich einem weiteren Akku und einer Aufbewahrungs- und Ladestation, in bzw. an der das Zubehör Platz findet. Der Sauger selbst bietet diesen für die diversen Bürsten nach wie vor leider nicht, wer beim großen US-Online-Händler mit dem A am Anfang jedoch nach Begriffen wie „Halterung Zubehör“ sucht, findet relativ günstig entsprechende Anbauteile, um ein oder mehrere Düsen für den schnellen Wechsel mit sich führen zu können.

Staub, wo vor keiner sichtbar war
Das Zubehör an sich dürfte bisherigen Dyson-Nutzern bereits bekannt sein. Wirklich neu sind neben Kombi-Zubehördüse, Extra-Hart- und Extra-Soft-Bürste sowie Fügendüse vier Dinge, allen voran die leichte und wendige „Slim Fluffy Laser“-Bürste mit eingebautem Laser, der der V15 Detect seinen Namen verdankt. Dessen grünes Laserlicht, das sich optional auch deaktiveren lässt, erlaubt es nämlich, selbst kleinste Staub- und Schmutzpartikel auf Hartböden noch sichtbar zu machen. Was zunächst nach einer relativ entbehrlichen Spielerei klingt, erweist sich in der Praxis als durchaus nützliches Feature, um auch das letzte Haar oder Staubkorn im Eck noch ausfindig zu machen. So manch vermeintlich saubere Stelle entpuppt sich dadurch als ziemlicher Drecks-Hotspot.

Weniger haarige Probleme
Nicht völlig neu, aber überarbeitet präsentiert sich dagegen die sogenannte Torque-Drive-Bodendüse, die für sowohl Hart- als auch Teppichböden geeignet ist und damit zur Immer-drauf-Düse taugt. Ihr Bürstendesign wurde überarbeitet, zudem hat Dyson der Bürstenwalze einen Entwirrkamm spendiert, der diese automatisch von Haaren befreien soll. Tatsächlich konnten wir an ihr nach dem mehrwöchigen Test keine nennenswerten „Verstrickungen“ bzw. „Verflechtungen“ finden.

Gleiches gilt für die neue Haardüse, die speziell für lange (Tier-)Haare konzipiert wurde. Im Gegensatz zum Vorgängermodell verläuft die Walze nun nicht mehr durchgängig, sondern konisch und ist zu einer Seite hin quasi offen, sodass sich die Haare spiralförmig ab- statt aufwickeln und direkt in den Staubbehälter befördert werden.

Endlich auch unter Bett und Sofa gründlich sauber
Die vierte, auf den ersten Blick zunächst unspektakulär erscheinende Zubehör-Neuerung ist der Flex-Adapter. Zwischen Sauger und Saugrohr oder Düse gesteckt, ermöglicht er es, diese um bis zu 90 Grad zu verstellen und damit auch schwer zugängliche, tiefer gelegene Stellen, etwa unter dem Bett, vorzudringen. Aufgrund der Höhe von Saugeinheit und Batteriegriff war dies in der Vergangenheit oftmals nicht möglich.

Austauschbarer Akku
Apropos Batteriegriff: Der Akku ist neuerdings auf Knopfdruck abnehmbar. Das ist nicht nur nachhaltig und praktisch, weil er nun auch unabhängig vom bzw. außerhalb des Geräts geladen werden kann, sondern auch sehr dienlich, wenn es mehr Quadratmeter zu saugen gilt. Ist der eine Akku nämlich leer, kann kurzerhand bequem ein zweiter eingesetzt und der Hausputz fortgesetzt werden. Sofern man ihn nicht gleich im „Absolute Extra“-Paket erwirbt, ist ein Ersatzakku optional für 149 Euro erhältlich.

Laufzeit unverändert
Die Akkulaufzeit bleibt indes mit bis zu 60 Minuten im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Erreichen lassen sich diese allerdings nur im stromsparenden, für die meisten Fälle jedoch völlig ausreichenden Eco-Modus. Neben ihm stehen wie gehabt der Auto-Modus mit variabel angepasster Saugleistung und der Boost-Modus zur Auswahl. Letzterer reduziert die Laufzeit allerdings derart drastisch, dass von seinem Gebrauch eher abzuraten ist. Hinzu kommt, dass der Boost-Modus den Sauger wie einen Düsenjet aufheulen lässt. Im direkten Vergleich mit dem V11 tönt der neuere V15 aber immerhin eine Spur leiser.

Was und wie viel davon?
Ebenfalls neu ist eine spezielle Staub-Anzeige. Sie zeigt in Echtzeit an, wie groß die eingesaugten Partikel sind und vor allem, wie viele es waren. Erfasst werden vier verschiedene Partikelgrößen: bis zehn Mikrometer (Allergene, Pollen), bis 60 Mikrometer (Staub, Hautschuppen), bis 180 Mikrometer (Hausstaubmilben, Sandkörner) und bis 500 Mikrometer (Zucker, Flöhe). So spannend dies anfangs vielleicht auch sein mag, uns war es am Ende des Tages relativ egal, was wir eingesaugt hatten - wichtig war nur, dass wir es eingesaugt hatten.

In dieser Hinsicht enttäuscht auch der neue Dyson V15 Detect nicht. Es ist teilweise geradezu erschreckend, wie viel Dreck die automatischen Bürsten des Elektro-Saugers beispielsweise aus vermeintlich sauberen, hochflorigen Teppichen noch „herauskitzeln“. Ob dies am Ende den doch recht happigen Kaufpreis von knapp 700 bzw. 800 Euro für die „Absolute Extra“-Version rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Uns haben Saugleistung, Laser-Stauberkennung sowie die neuen „verwicklungsfreien“ Bürsten jedenfalls überzeugt.

Davon abgesehen geht es noch eine Spur günstiger: Mit dem V12 Slim Absolute hat der britische Hersteller für 600 Euro einen in puncto Lieferumfang und Leistung nahezu identen Sauger im Angebot. Zum selben Preis, dann allerdings ohne Laser- und Anti-Haarverwicklungs-Bürsten, gibt es zudem nach wie vor den Vorgänger V11 im Sortiment, dessen Saugleistung jener des V15 Detect in nichts nachsteht.

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