Kater angeschossen

„Katzen-Sniper“ wird jetzt im Mühlviertel gesucht

Wer ist dieser Mensch, der etwas derart Grausames bei einem Kater in Ulrichsberg in Oberösterreich angerichtet hatte? Im linken Vorderlauf klaffte eine große Wunde, der Knochen war durchschossen. Die Polizei sucht nun den Tierquäler, hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Der ein Jahr alte Stubentiger ist noch nicht über dem Berg. Tierärzte-Präsident Andreas Jerzö operierte ihn und erstattete Strafanzeige.

Der hinterhältige Sniper-Anschlag auf den jungen Kater dürfte in der Nacht zum Sonntag passiert sein. Ein Unbekannter hatte mit einer Schusswaffe in einer Siedlung in Ulrichsberg auf die ein Jahr alte Samtpfote gefeuert und ihr linkes Bein schwer verletzt. Das Projektil durchschlug die Elle und zerfetzte Muskeln, Nerven und Sehnen.

Notoperation
Mit letzter Kraft konnte sich das schwer verletzte Tier gerade noch zu seinem Besitzer schleppen, andernfalls wäre es qualvoll verendet. Andreas Jerzö, Präsident der oberösterreichischen Tierärztekammer, führte bei dem Kater eine Notoperation durch.

Patient ist noch nicht überm Berg
Nach fast drei Stunden war der Zustand des kleinen Patienten vorerst stabil, doch noch bleibt ungewiss, ob er den Vorfall überlebt. „Man kann leider erst nach 14 Tagen sagen, ob er tatsächlich überm Berg ist. Die Gefahr, dass noch eine Infektion auftritt, ist nicht gebannt“, erklärt Tierarzt Jerzö, der den Vorfall auch angezeigt hat.

„Kein Lausbubenstreich“
Das Attentat empört ihn zutiefst. „So etwas ist kein Lausbubenstreich, dafür gibt es keine Entschuldigung. Es ist völlig unakzeptabel, dass jemand glaubt, in einem Wohngebiet herumballern zu müssen“, so Jerzö, der einen Jäger als Täter daher auch ausschließt.

Die Polizei Ulrichsberg ersucht die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zum Fall unter 059133-4261.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Montag, 18. Oktober 2021
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