19.09.2021 11:00 |

„Krone“-Kommentar

Und dann steht er plötzlich im Haus!

Der Wolf dringt immer weiter in unseren Lebensraum vor. Hat sich Meister Isegrim bis vor Kurzem noch mit unseren Almen begnügt, so wagt er sich nun sogar schon bis in unsere Gärten vor. Da müssten doch eigentlich alle Alarmglocken schrillen. Bei allen, die auch nur einen Funken Hausverstand besitzen. Wenn sich die Wölfe nämlich nun schon so nahe zu den Menschen trauen wie unlängst in Schmirn, dann ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis sie in unseren Häusern stehen.

Dass sich der Vorfall nur zwei Tage vor jenem Tag zugetragen hat, an dem das Land Tirol in einer Aussendung verkündete, dass mittlerweile alle „Problemwölfe“ das Land verlassen haben, klingt wie ein Scherz. Es ist höchst an der Zeit, dass das vom Land ins Leben gerufene Fachkuratorium für Beutegreifer endlich eingreift und den Ankündigungen auch Taten folgen lässt. Tagungen und Presseaussendungen alleine werden zu wenig sein.

Dass Wölfe nämlich, wie „Wolfschützer“ gerne behaupten, scheu sind und den Menschen meiden, wurde spätestens mit dem Vorfall in Schmirn widerlegt. Das war übrigens nicht das erste „Rendezvous“ eines Tirolers mit einem Wolf: Bereits Mitte August geisterte ein Video durch die sozialen Medien, wo ein Wolf bei Landeck mitten auf einer Straße stand und neugierig auf den filmenden Autofahrer zuging.

Daher noch einmal: Der Wolf gehört in den Alpenzoo, die Prärie oder Tatra, wo genügend Platz ist. Aber nicht nach Tirol, wo nur zwölf Prozent der Landesfläche besiedelbar sind.

Markus Gassler
Markus Gassler
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