18.09.2021 14:02 |

Wenn Belastung steigt:

Corona-Verschärfungen bei Après-Ski und Discos

Après-Ski nur noch für Geimpfte? Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sorgt aktuell mit einem Zitat gegenüber deutschen Medien für Aufsehen. Wenn die Corona-Zahlen weiter steigen, gäbe es demnach nur noch für Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen - und zur gesamten Nachtgastronomie. Auf krone.at-Nachfrage präzisiert das Kanzleramt: „Bei steigender Belastung sind Verschärfungen bei der Nachtgastronomie möglich.“ Nur wer „geimpft oder genesen“ ist, hätte dann Zutritt (2G).

Kurz argumentierte gegenüber der Funke Mediengruppe, dass 70 Prozent der Über-Zwölf-Jährigen in Österreich und die überwiegende Masse der Touristen geimpft seien. „Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege“, versuchte der Kanzler weiters Sorgen zu zerstreuen, dass österreichische Ski- und Partyorte wie Ischgl wieder zu Corona-Hotspots werden könnten.

Die Virusdrehscheibe Ischgl hatte zu Beginn der Pandemie im Vorjahr für zahlreiche Todesfälle quer durch Europa gesorgt. Die Republik Österreich sieht sich diesbezüglich im Rahmen einer Amtshaftungsklage mit Schadenersatzforderungen von Hinterbliebenen konfrontiert.


Kurz sagte auch, dass die 3G-Regel für einen sicheren Winter sorgen werde, die Zutritt zu Gastronomie und Hotels nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete erlaube. Als einen der Gründe für die im Vergleich zu Deutschland niedrigere Impfrate nannte Kurz einmal mehr die Politik der FPÖ.

WKO: Winterstrategie soll in den kommenden Tagen finalisiert werden
Wie die Strategie für den Winter genau aussehen soll, dazu laufen aktuell Gespräche zwischen Regierung und Branchenvertretern, teilte Robert Seeber, Obmann der Tourismussparte in der Wirtschaftskammer, in einer Aussendung mit. „Neben verpflichtender Impf- und Genesungsnachweisen sollte aber weiterhin auch die hervorragende österreichische Testinfrastruktur bestmöglich genutzt werden“, betont Seeber. Die Finalisierung der Winterstrategie sei für die kommenden Tage zu erwarten.

Der vor zehn Tagen präsentierte Stufenplan der Bundesregierung hatte ab einer bestimmten Auslastung der Intensivstationen bereits Verschärfungen in der Nachtgastronomie vorgesehen - auch dort war bereits von „geimpft oder genesen“ die Rede. „Inwieweit ähnliche Lösungen im Bereich des Après-Ski sachgerecht sind, ist ebenfalls Gegenstand der laufenden Gespräche“, so Tourismus-Obmann Seeber.

Niedrige Impfquote in Wintertourismus-Gebieten
Statistiken zeigen, dass die Impfquote gerade in einigen alpinen Gemeinden der hauptsächlich von Wintertouristen frequentierten Bundesländer Tirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg niedrig ist.

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