14.09.2021 11:05 |

Unter EU-Schnitt

Österreich bei Impffortschritt weit hinten

Während man in Österreich auf die neuen Corona-Verordnungen wartet, die bereits am Mittwoch gelten sollen, kehrt in Dänemark und Schweden langsam wieder Normalität ein. Wenn man auf den Impffortschritt dieser Länder blickt, findet man die Erklärung für diese wiedereingeführten Freiheiten: Beide Länder haben bei den Immunisierungen die Nase vorne - und dementsprechend weniger Infektionen zu verzeichnen.

Die Zeiten sind längst vorbei, in denen sich Menschen um die Corona-Schutzimpfung rissen und sich sogar Lokalpolitiker entgegen der von der Regierung festgesetzten Impfreihenfolge vor Ältere und Risikopersonen schummelten - trotz der zu erwartenden Häme in sozialen Medien und der Presse. Nun muss man die Bürger mit einem Golf GTI als Lotteriegewinn locken oder die Spritze in Shoppingtempel wie die Lugner City bringen, um noch ein paar Freiwillige für den kostenlosen Schutz gegen den Seuchenerreger zu finden.

Dänemark verzichtet bereits auf Impf- und Testnachweis bei Events
Doch viele Österreicher nehmen lieber weiterhin FFP2-Maskenpflicht und alle paar Tage Gurgeln oder ein Stäbchen in der Nase in Kauf, als sich den Stich verabreichen zu lassen. Dabei könnte die Spritze - sofern genug Menschen mitmachen - für viele Lockerungen sorgen. Das zeigen andere europäische Länder vor: Dänemark verabschiedete sich vor wenigen Tagen von den letzten Beschränkungen. Selbst bei Großevents und in der Disco muss nicht kein Impf- oder Testnachweis hergezeigt werden.

Auch die schwedische Sozialministerin verkündete stolz, dass man auf Pandemiemaßnahmen weitgehend verzichten könnte. „Dank einer erfolgreichen Impfkampagne sind wir im Umgang mit der Pandemie weit gekommen“, erklärte Lena Hallengren vergangene Woche. Die Impfrate, die deutlich höher liegt als der EU-Schnitt, ermöglicht diesen Schritt - bei einer nur schwach ansteigenden Kurve bei den Corona-Infektionen.

Doch durch einen Blick ins Ausland lässt die impfskeptische Bevölkerungsgruppe nicht beirren. Man könnte fast meinen, Herr und Frau Österreicher hätten die FFP2-Masken und andere Corona-Maßnahmen einfach schon zu liebgewonnen und möchte gar nicht mehr darauf verzichten. Die Impfquote liegt mit 62 Prozent drei Prozentpunkte unter dem EU-Schnitt - und der Zuwachs an Erststichen geht zurück.

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