Typgerecht fasten

Suppen-, Früchte- und Säftefasten: was passt für mich?

Gesund
10.03.2011 11:51
Suppen-, Früchte- und Säftefasten – welche Methode die beste ist, hängt maßgeblich von der körperlichen Konstitution ab.

Die wichtigsten Typen sind laut Dr. Eduard Pesina, Fastenarzt und Präsident der österreichischen Gesellschaft für Gesundheitsförderung:

  • Ernährungstyp: Dazu zählen kräftig gebaute Menschen, die zu Übergewicht neigen. Für sie ist Säftefasten ideal. Natürlich vorausgesetzt, man verträgt Obst-und Gemüsesäfte in größeren Mengen. 
  • Bewegungstyp: Hat muskulösen Körperbau, gute Verdauung und betreibt gerne Sport. Für ihn ist Früchtefasten ideal. Hier werden einfach Obst und Gemüse gegessen. 
  • Empfindungstyp: Dazu zählen dünne oder ältere Menschen, die eher eine schwache Verdauung haben. Für sie ist Suppenfasten am besten geeignet, weil dabei auch Wärme zugeführt wird.

Saftfasten
Kann einen bis drei Tage durchgeführt werden. Die Trinkmenge sollte zweieinhalb bis vier Liter pro Tag betragen. Wichtig ist es, die Säfte gut einzuspeicheln. Hier ein Beispiel: Morgens (nüchtern) eine bis zwei Tassen milden Kräutertee.

  • 9 Uhr: 1 Glas Karotten oder Sauerkrautsaft 
  • 11 Uhr:1 Glas Tomaten- oder Gemüsesaft 
  • 13 Uhr:1 Glas Apfel- oder Orangensaft 
  • 15 Uhr:1 Glas Rote-Rüben- oder Gemüsesaft 
  • 17 Uhr:1 Glas Traubensaft 
  • 19 Uhr:1 Glas Sauerkraut- oder Erdäpfelsaft 
  • 21 Uhr: 1 Tasse Kräutertee (Melisse, Baldrian, Kamille)

Suppenfasten
Bereite dafür eine Gemüsesuppe aus fünf langen Frühlingszwiebeln oder Porree, fünf Paradeisern, einem Krautkopf, zwei grünen Paprika, einem Bund Staudensellerie, Gemüsebrühwürfel, Kräutersalz, Pfeffer, Curry, Petersilie, Liebstöckl, Knoblauch zu.

Gemüse klein schneiden und in reichlich Wasser zugedeckt bei zehn Minuten kochen, dann bei kleiner Hitze fertig garen. Da diese Suppe praktisch keine Kalorien hat, kann man von ihr immer und so viel man will essen. Keine Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Mais verwenden – sie wirken blähend. 

Danach kann man am zweiten und dritten Tag Obst und Gemüse nach Lust dazu essen. Am vierten Tag sollten drei Bananen mit fettarmer Milch und viel Mineralwasser oder Tee konsumiert werden.

von Karin Rohrer, Kronen Zeitung

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