Mariazell ist kein Einzelfall. Bereits Ende des Vorjahres hieß es in Trieben: Es hat sich ausgeplanscht! In Leibnitz wiederum wurde der Bau des ersehnten Hallenbads auf die lange Bank geschoben.
8.000 statt 70.000 Besucher
Mariazells Bürgermeiser Josef Kuss rechtfertigt den Schritt: "Ich sehe keinen anderen Weg, die Verluste gefährden die Stadtgemeinde substanziell." Seit 1995 betrugen sie immerhin etwa zwei Millionen Euro. Kuss: "Das Bad hat seit seiner Eröffnung 1976 nie einen Euro verdient. 2010 kamen zum Beispiel 8.000 Besucher, wir bräuchten aber 70.000!" Zudem wäre eine Sanierung um Millionen notwendig. Geld, das weder Gemeinde noch Land oder Bund haben.
Obwohl sich in der Region Widerstand regt und bereits Hunderte Unterschriften für den Erhalt gesammelt wurden, wird wohl am 25. April Schluss sein. Danach werden nur noch bereits gebuchte Schulschwimmwochen abgehalten - und es wird auf einen "Retter" gehofft.
von Jakob Traby, "Steirerkrone"
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.