19.08.2021 08:01 |

Wegen Unwetter-Serie

Wiederaufbau der Pinzgaubahn zum dritten Mal

Die Pinzgaubahn ist wohl das größte Opfer der Unwetter-Serie im Salzburger Pinzgau: zuerst das Hochwasser im Juli und nun der dreifache Murenabgang in Wald. 47 Soldaten helfen zurzeit bei den Aufräumarbeiten. Fix ist: Die Schmalspurbahn wird wohl eine verbesserte Strecke mit mehr Schutz bekommen. Und das Land kündigt ein neues Schutz-Konzept an.

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Die 47 Soldaten des Pionierbataillons 2 haben richtig zu schwitzen: Mit Schaufeln und teils nur mit ihren Händen graben sie die verschüttete Zuggarnitur der Pinzgaubahn beim völlig zerstörten Endbahnhof Vorderkrimml in Wald aus. Auf schweres Gerät muss verzichtet werden, da der Zug beschädigt werden könnte. Die Garnitur wird nämlich geprüft und, wenn möglich, wieder betriebsbereit gemacht - eine technische Herausforderung.

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Der Schlamm ist ein Problem. Der kommt nämlich vom Gletscher und wird nach einer Woche so hart wie Beton.

Walter Stamnitzer von der Salzburg AG

Das Freischaufeln muss auch schnell gehen: „Der Schlamm ist ein Problem. Der kommt nämlich vom Gletscher und wird nach einer Woche so hart wie Beton“, weiß Walter Stamnitzer von der Salzburg AG. Überhaupt sind die Verantwortlichen und Einheimischen erstaunt, dass ausgerechnet hier die Mure abging – und das gleich dreimal an drei Tagen in Folge.

15 Millionen Euro Schaden
In der 123-jährigen Geschichte ist in diesem Bereich nicht einmal ein Stein heruntergekommen. Selbst Landesrat Josef Schwaiger betont dies: „Es war kein Hang und kein Zubringer von prioritärer Betrachtung. Das zeigt uns, dass wir dieses alpine Land nicht so absichern können, dass es komplett sicher bleibt.“ Gegenüber der „Krone“ kündigte Schwaiger ein neues Konzept zur Wildbachverbauung für Wald an: „Damit wir das Geschiebe aufhalten können.“

Das Land rechnet nun in Summe mit einem Schaden von 15 Millionen Euro bei der Pinzgaubahn – Juli-Hochwasser mit eingerechnet. Und bekennt sich zum Wiederaufbau der Bahn: zum bereits dritten Mal in nur 13 Jahren.

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