19.07.2021 16:08 |

Gefahr für Erkrankte

Kapillarlecksyndrom: Warnung vor Johnson & Johnson

Nach eingehenden Untersuchungen möglicher schwerer Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe von Johnson & Johnson und AstraZeneca warnen nun die beiden Hersteller in einem vom Paul-Ehrlich-Institut verbreiteten Schreiben davor, die Vakzine bei Menschen mit dem sogenannten Kapillarlecksyndrom anzuwenden. „In einigen Fällen“ sei es sogar zu einem tödlichen Ausgang gekommen.

Somit sei der Impfstoff kontraindiziert bei Menschen, die in der Vergangenheit ein Kapillarlecksyndrom entwickelt hatten, hieß es. Bei der sehr seltenen, aber potenziell tödlichen Gefäßerkrankung ist die Durchlässigkeit der Kapillargefäße zu hoch, sodass Plasma austritt und es zu Ödemen und einem Abfall des Blutdrucks kommt. Bei Symptomen nach einer Impfung mit Johnson & Johnson sei eine unmittelbare Behandlung notwendig.

Nach Angaben auf dem Aufklärungsmerkblatt zum Impfen dürfen Menschen, die jemals das Kapillarlecksyndrom hatten, auch nicht mit dem Produkt von AstraZeneca (Vaxzevria) geimpft werden. Dort heißt es über die „sehr seltenen“ eingetretenen Fälle: „Das Kapillarlecksyndrom trat in den ersten Tagen nach Impfung auf und ist gekennzeichnet durch eine rasch fortschreitende Schwellung der Arme und Beine, plötzliche Gewichtszunahme sowie Schwächegefühl.“ Es erfordere eine sofortige ärztliche Behandlung.

Untersuchung wegen Nervenerkrankung
Die Bildung von lebensbedrohlichen Thrombosen ist ebenfalls eine der seltenen Nebenwirkungen bei beiden Impfstoffen. Zudem untersucht hat US- Arzneimittelbehörde FDA vor einem „erhöhten Risiko“ einer seltenen Nervenerkrankung bei einer Impfung mit dem Johnson-&-Johnson-Vakzin gewarnt. Die FDA aktualisierte in der Vorwoche ihren Warnhinweis, nachdem Dutzende Fälle des sogenannten Guillain-Barré-Syndroms gemeldet worden waren.

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