Wirbel um Afrika-Cup

Verbandsboss wehrt sich gegen Korruptionsvorwurf

Fußball International
19.03.2026 09:54
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Präsident des afrikanischen Fußball-Verbands (CAF), Patrice Motsepe, hat sich nach dem aberkannten Afrika-Cup-Titel für den Senegal gegen Korruptionsvorwürfe gewehrt. „Kein einziges Land in Afrika wird in irgendeiner Weise bevorzugt oder günstiger behandelt als ein anderes Land auf dem Kontinent“, sagte er in einer Video-Botschaft auf der Website des Verbandes. Man nehme es „sehr, sehr ernst“, was beim Endspiel in Marokko passiert sei.

Nach einem Elfmeterpfiff in der Schlussphase des Endspiels war auf dem Platz und auf den Rängen Chaos ausgebrochen, Senegals Mannschaft hatte aus Protest fast geschlossen den Platz verlassen und war erst später wieder zurückgekehrt. Das CAF-Berufungsgericht hatte dem Senegal deshalb nach dem sportlichen Sieg gegen Marokko (1:0 nach Verlängerung) den Titel aberkannt und dem Afrika-Cup-Gastgeber Marokko zugesprochen.

  Die Regierung des Senegal hatte nach der Entscheidung Korruptionsermittlungen gegen den CAF gefordert und angekündigt, vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zu ziehen. „Wir werden die Entscheidung respektieren, die auf höchster Ebene getroffen wird“, sagte Motsepe.

„Was passiert ist, untergräbt die gute Arbeit“
Der Verbandschef sieht in den Vorkommnissen rund um das Finale im Jänner einen Rückschritt für den afrikanischen Fußball. „Was in diesem Finale passiert ist, untergräbt die gute Arbeit, die die CAF über viele Jahre geleistet hat, um Integrität, Respekt, ethische Standards, gute Führung sowie die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse unserer Fußballspiele zu gewährleisten“, meinte Motsepe.

„Dass es weiterhin Verdächtigungen gibt, liegt daran, dass es sich um ein Altlastenproblem handelt“, sagte er weiter, „etwas, das schon seit vielen, vielen Jahren besteht und mit dem wir uns kontinuierlich auseinandersetzen, weil es von entscheidender Bedeutung ist“.

Das Berufungsgericht begründete die Entscheidung mit Artikel 82 des Afrika-Cup-Reglements. Demnach habe das senegalesische Team durch das Verlassen des Platzes die Partie gegen Marokko aufgegeben. Nach Artikel 84 sei das Ergebnis mit 3:0 für Marokko zu werten.

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