Unlängst hatten die Bewohner des Karl Marx-Hofes tierischen Besuch: „Duke“ und „Avi“ spazierten durch die Höfe des Gemeindebaus in Wien-Döbling und statteten den Interessierten einen Besuch ab. Die ausgebildeten Therapiepferde sorgten für Überraschung, Freude und Neugierde unter den Anrainern. Initiiert wurde dieses ungewöhnliche Projekt von zwei Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien.
Von einigen Personen gab es ein paar Streicheleinheiten für die beiden Wallache, andere führten Sie auf der saftigen Wiese herum und begleiteten die Pferde beim Grasen. Bei einem zweiten Termin kurz danach wurde der Kindergarten der MA10 von den zwei Friesenpferden „Kari Karuso“ und „Chipsy“ besucht. Die Kinder sollten die Möglichkeit bekommen, Kontakt zu den Pferden aufzunehmen und über sie zu lernen.
Zwei Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien initiierten dieses ungewöhnliche Projekt. Der Hintergrund: Für uns alle bedeuteten die letzten Monate des Covid-Lockdowns Rückzug in die eigenen vier Wände und wenig soziale Kontakte. Amanda Sperger und Robert Bettinger vom Social Design-Studio der Angewandten wollten daher die Begegnungen zwischen Menschen und Tieren herstellen und ermöglichen.
Das Ereignis in den Höfen des Wohngebäudes lockte Staunende aller Altersgruppen an, lud zum Verweilen im Hof ein und ermöglichte gleichzeitig eine Kontaktaufnahme mit den beiden Therapiepferden, aber auch untereinander. Die Pferde erwiesen sich dabei als perfekte Wahl: Sie sind soziale und feinfühlige Wesen und haben eine besondere Ausstrahlung, die enorm viele Menschen begeistert und anzieht. Sie haben etwas kulturell Verbindendes an sich und lösen so gut wie immer positive Gefühle bei Menschen aus, unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund.
Der 22jährige Oldenburger „Duke“ und der 16jährige „Avi“, der ursprünglich aus Irland kommt, lockten durch ihre Anwesenheit Menschen in den gemeinsamen sozialen Raum des Wohnbaus, sorgten für Gesprächsstoff und ließen sich gutmütig und geduldig streicheln. Der große Wiener Gemeindebau Karl Marx-Hof erwies sich als idealer Ort, um Menschen wieder in Kontakt und Coronaregel-konform zusammen zu bringen und die beiden Rösser meisterten ihre Aufgabe bravourös und sorgten für viele schöne Momente.
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