Poloplast gefragt

Leondinger Rohre für Häuser, Abteien und Stadien

Auf dem dunkelgrünen Förderband werden Verteilerrohre zu einem Korb transportiert. Bis sie das Poloplast-Gelände verlassen, durchlaufen sie noch genaue Tests, dank denen die Leondinger in puncto Qualität in der Königsklasse mitspielen. „Wir sind da schon nahe der Medizintechnik“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Lux.

Gegenüber des Rosenbauer-Werks in der Haidfeldstraße ist der Poloplast-Standort beheimatet. 350 der insgesamt rund 400 Mitarbeiter des Kunststoffrohr-Herstellers kümmern sich hier um die Entwicklung und Produktion der Rohrsysteme, die dann in der Haustechnik, Kanalisation und Wasserversorgung zum Einsatz kommen.

Die Corona-Situation bremst das zur Wietersdorfer Gruppe mit Sitz in Klagenfurt gehörende Unternehmen nicht - im Gegenteil. „Wir sehen eine hohe Nachfrage“, verrät Geschäftsführer Wolfgang Lux, „das hängt mit verstärkten Investitionen im privaten und öffentlichen Sektor und dem Boom der Bauindustrie zusammen.“

Die Folge: Der Umsatz wurde im letzten Jahr auf eine Rekordhöhe von 100 Millionen Euro geschraubt. Auch der Start ins Jahr 2021 verlief über den Erwartungen. Lux hat sich mit Finanzchef Konstantin Urbanides vorgenommen, den Umsatz der Leondinger bis 2025 auf 130 Millionen Euro zu steigern.

„Enormes Zukunftspotenzial“ in Deutschland
Der Fokus wird deshalb nun verstärkt auf Deutschland gelegt. „Hier gibt es enormes Zukunftspotenzial, denn der Bedarf an Wohnungen ist in Deutschland sehr hoch“, sagt Lux. Rohre für den Hausabfluss oder den Kanal kann Poloplast da beisteuern. Schon jetzt stattet das Unternehmen jährlich etwa 250.000 Wohneinheiten aus. Die Kunststofftechnologie aus Oberösterreich bleibt den Bewohnern dabei verborgen - so wie auch kaum jemand weiß, dass Poloplast-Rohre im Allianz-Stadion von Fußball-Rekordmeister Rapid Wien oder in der Abtei Mont-Saint-Michel in Frankreich verbaut sind.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Freitag, 22. Oktober 2021
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