In Oberösterreich

Entwarnung von Experten: „Seilbahnen sind sicher“

„So traurig dieser Vorfall in Italien war, warten jetzt alle natürlich darauf, was die Ursache des Unglücks in Stresa war“, sagt Helmut Holzinger (57), Fachgruppenobmann der oberösterreichischen Seilbahnen. Dass Gäste hierzulande nun Sorge haben müssten, in Pendelseilbahnen zu steigen, weist er aber voller Überzeugung von sich: „Die heimischen Bahnen haben strenge Auflagen und werden regelmäßig durchgecheckt.“

Warum das Zugseil der Pendelseilbahn in Stresa abgerissen ist, darauf hat Helmut Holzinger noch keine Antwort: „Dass so etwas ohne Fremdeinwirkung möglich sein kann, ist für mich unerklärlich“, sagt der Fachgruppenobmann der oö. Seilbahnen und Vorstand der Hinterstoder-Wurzeralm-Bergbahnen AG.

Strenge Auflagen
Pendelseilbahnen gibt es in Oberösterreich etwa am Feuerkogel, in Gosau, am Krippenstein und am Grünberg in Gmunden. Dass ein ähnliches Unglück auch hierzulande passieren könnte, scheint für Holzinger nahezu undenkbar. „Die heimischen Seilbahnen werden ständig auf Herz und Nieren geprüft. Die gesetzlichen Auflagen sind enorm hoch – und es wird sehr viel Geld in die Sicherheit gesteckt.“

Jährliche Revision
Peter Hager (47), technischer Leiter der Bergbahn in Hinterstoder, war von 2016 bis 2018 bundesweit bei TÜV-Überprüfungen im Einsatz. „Das Regelwerk ist sehr engmaschig, für Betreiber gibt es keinerlei Spielräume, sich dem zu entziehen.“ Er verweist darauf, dass jeder Seilbahn-Betrieb vor Beginn der Saison einer Revision unterzogen werden müsse. „Egal, ob Stützen, Bauwerk, Motor, Bremsen, Hydraulik oder Fahrwerk - alles muss genauestens kontrolliert werden“, so Hager.

Sicheres Verkehrsmittel
Zusätzlich sei alle fünf Jahre eine externe Überprüfung vorgeschrieben. Hager: „Die Vergangenheit hat bewiesen, dass Seilbahnen bei uns ein sehr sicheres Verkehrsmittel sind und Unfälle fast nur auf menschliches Versagen zurückzuführen waren.“

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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