Im Namen der gesamten Belegschaft flatterte einem Unternehmen aus dem niederösterreichischen Bezirk Melk ein Erpresser-Mail ins Haus: Die Mitarbeiter müssen mehr Geld bekommen und ein Vorarbeiter entlassen werden, sonst würden belastende Bilder veröffentlicht. Der Verfasser wurde ausgeforscht: Es ist einer der Mitarbeiter.
Zwei Monate gab der zunächst unbekannte Erpresser dem Traditionsunternehmen Zeit, seine Forderung – eine Lohnerhöhung für den Lagerbereich und die sofortige Entlassung des Vorarbeiters – zu erfüllen. Andernfalls hätte er Fotos, die die Firma schädigen könnten, und mit deren Veröffentlichung er drohte.
Freilich kam man der Forderung nicht nach, sondern erstattete umgehend Anzeige. Obwohl das Mail von einem gefälschten Account stammte, gelang es den Ermittlern, die Telefonnummer des Täters herauszufinden. Diese gehörte einem 28-jährigen Mitarbeiter der Firma. Der Mann zeigte sich auch geständig.
Sowohl das Erpresser-Mail als auch die Fotos, die völlig belanglos sein sollen, konnten auf seinem Handy sichergestellt werden. Der Mann wurde angezeigt.
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