16.04.2021 07:11 |

Nachholbedarf

Homeoffice: Firmen vernachlässigen Cyber-Risiken

Viele Unternehmen vernachlässigen die mit der Ausweitung des Homeoffice in der Coronakrise verbundenen Cyberrisiken. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des deutschen Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BIS) unter 1000 Unternehmen hervor, die ihren Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen.

Die Zahl der angebotenen Homeoffice-Arbeitsplätze habe sich in den befragten Unternehmen aufgrund der Pandemie mehr als verdoppelt, teilte das BSI mit. Das Arbeiten im Homeoffice stelle für die Cyber-Sicherheit der Unternehmen aber eine besondere Herausforderung dar. Denn zusätzlich zu den IT-Lösungen im Unternehmen müssten auch die Systeme im Homeoffice und die Verbindungen zwischen ihnen geschützt werden. Trotz der erhöhten Angriffsfläche plane jedoch nicht einmal jedes zehnte Unternehmen weitere Sicherheitsmaßnahmen zur Absicherung der Homeoffice-Arbeitsplätze.

Sicherheit vernachlässigt
„Zu viele Unternehmen vernachlässigen Cyber-Sicherheitsmaßnahmen“, klagten die Experten. Während einfache Maßnahmen wie der Passwortschutz der Umfrage zufolge meist noch umgesetzt würden, unterblieben oft andere empfohlene Schutzmechanismen wie die Mehr-Faktor-Authentifizierung oder ein Sicherheitsmanagement der mobilen Endgeräte durch das Unternehmen. Besonders kleinere Firmen hätten hier Nachholbedarf.

Existenzbedrohende Schäden
Gut die Hälfte der Unternehmen investiere maximal ein Zehntel des IT-Budgets in Cyber-Sicherheit, erklärte das BSI. Empfohlen werden vom Institut mindestens 20 Prozent. Von den befragten Unternehmen gaben acht Prozent an, dass sie sich in der Corona-Krise schon mit Cyber-Attacken auseinandersetzen mussten. Etwa ein Viertel davon erlitt nach eigenen Angaben existenzbedrohende oder sehr schwere Schäden.

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