„Ich lebte in meinem eigenen Film“, begründete ein Tiroler (30) seine Vorliebe für illegale Waffen und Hirngespinste. Etwa jenen von einem drohenden Bürgerkrieg - oder vor der Küste Afrikas gegen Piraten zu kämpfen. Versuchte Waffenverkäufe und Gewalttätigkeiten gegen seine Freundin waren zentrale Anklagepunkte.
Die Ermittlungen kamen ins Rollen, nachdem am 28. Juli in Gaimberg ein rätselhafter Schuss auf ein Einfamilienhaus abgegeben worden war. Die betroffene Familie bemerkte den Vorfall erst, als man das Projektil in der Fassade sah.
Waffen gefunden nach Schuss
Die Spuren führten zum 30-Jährigen und zu etlichen illegal gehorteten Waffen – unter anderem fand man einen Kalaschnikow-Nachbau. Wie sich herausstellte, hatte der Osttiroler im Internet dubiose Waffenhändler kennengelernt. In der Slowakei nahm er sogar an einem Waffentraining für Söldner teil. Die ständige Angst vor einem Bürgerkrieg spielte ebenfalls mit.
Alkohol und Drogen
Hinzu kam der Missbrauch von Alkohol und Drogen. Aus Geldnot wollte der Mann dann Waffen verkaufen und die Sammlung flog auf, ebenso gewalttätige Übergriffe auf seine Freundin, die auch angeklagt waren. Höhepunkt war, dass er die junge Frau laut ihrer Zeugenaussage würgte, stets habe sie an seiner sich ständig ändernden Persönlichkeit gelitten.
Die psychiatrische Gutachterin bestätigte eine entsprechende Persönlichkeitsstörung und eine weitere Gefährlichkeit. Rechtskräftiges Urteil: 15 Monate Zusatzstrafe zu einem früher ergangenen Suchmittelurteil samt Anstaltseinweisung.
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