Im Ort feiert man den "genialen Schachzug", in Graz schmunzelt man über den "totalen Flop": Die Selbstauflösung des Fohnsdorfer Gemeinderats kurz vor dem Jahreswechsel geriet zum politischen Paukenschlag.
Juristen des Landes hatten mit der Aktion des Bürgermeisters gerechnet, die ja darauf abzielt, die Einsetzung eines Regierungskommissärs zu verhindern und den Rechnungshofbericht nicht veröffentlichen zu müssen. Sie lehnen sich aber beruhigt zurück: Der Kommissär wird entsandt, die Mandatare werden am 13. Jänner ihrer Ämter enthoben, der Beschluss von Donnerstagabend ist somit hinfällig.
"Stehe zu dieser Entscheidung"
"Ich stehe dennoch zu dieser Entscheidung, das Land muss Neuwahlen ausschreiben, damit sich die Leute selbst ihre Meinung bilden können", gab sich Ortschef Johann Straner am Silvestertag kämpferisch. Er habe vernünftige Sanierungskonzepte für die finanzmarode Therme griffbereit, "und wir ersuchen das Land, uns dabei zu unterstützen." Im Übrigen stehe Fohnsdorf weder besser noch schlechter da als 70 Prozent der österreichischen Gemeinden, meinte Straner.
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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