Trotz Protesten

Schiff „Eilbeik“: 1600 Rinder werden getötet

Tierecke
24.03.2021 05:12

Drei Monate lang waren die Jungstiere eingepfercht im stickigen Laderaum eines Schiffes. Kein Platz, um sich hinzulegen. Tagelang kein Futter! Viele von ihnen überlebten diese Strapazen nicht. Sie wurden im Meer entsorgt. Nun haben die spanischen Behörden die „Einschläferung“ der restlichen Tiere angeordnet.

Unfassbares Tierleid, eine Tragödie auf hoher See: So kann man die Irrfahrt der 1800 Rinder auf der „Eilbeik“ beschreiben. Am 18. Dezember wurden insgesamt 2600 Tiere auf die „Karim Allah“ und die „Eilbeik“ verladen, um sie in die Türkei zu schiffen. Doch dann brach angeblich eine Seuche aus, und niemand wollte die Schiffe mehr anlanden lassen.

Mehr als drei Monate waren die erbarmungswürdigen Wiederkäuer im Unterdeck eingepfercht. Unter fürchterlichen Zuständen: kaum Platz, um sich hinzulegen und sich zu erholen. Knietief im eigenen Kot stehend. Dann ging auch noch das Futter aus! An die 200 Jungstiere starben noch an Bord.

Als die „Elbeik“ nun im spanischen Kartagena anlegte, offenbarte sich der gesamte Skandal: Die Rinder waren völlig abgemagert, dehydriert und apathisch. Deshalb sollen nun alle getötet werden. Sie erleiden das gleiche Schicksal wie ihre Artgenossen von der „Karim Allah“ wenige Tage zuvor.

Solche unhaltbaren Zustände sind kein Einzelfall. „Wie viele Tiere müssen noch gequält und getötet werden, damit die Politik endlich handelt?“, sind Eva Rosenberg von Vier Pfoten und EU-Parlamentarier Tom Waitz empört. Die EU-Kommission muss endlich dafür sorgen, dass sich so eine Tragödie nicht wiederholt!

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