„Ein Riesenglück, das hätte noch viel schlimmer ausgehen können“, unterstrich Alpinpolizist Christoph Silberberger nach dem Abgang einer Riesenlawine Samstag am Lämpersberg (Gemeindegebiet Auffach) im Tiroler Unterland. Zwei Tourengeher waren involviert.
Die beiden gut ausgerüsteten Einheimischen (allerdings ohne Lawinenairbag) ließen sich am Samstag von den Wetterkapriolen nicht abhalten, die beliebte Skitour vom Schönanger zum Lämpersberg (2202 Meter) in Angriff zu nehmen.
Umkehr wegen Schlechtwetter
„Aufgrund von Nebel und Schneetreiben wichen sie auf die Nordostseite aus, dort wo der Sommerweg verläuft. 50 Meter unter dem Gipfel kehrte das Duo um“, so Silberberger.
Bei der Abfahrt gerieten sie in sehr steiles Gelände und als der erste in einen Hang einfuhr, löste sich ein rund 200 Meter (!) breites und 100 Meter langes Schneebrett. „Eine Riesenlawine, die Anrisshöhe betrug 60 bis 70 Zentimeter“, weiß Silberberger.
100 Meter mitgerissen
Einer der Männer - ein 44-jähriger Einheimischer - wurde rund 100 Meter mitgerissen, nur sein Kopf und eine Hand ragten noch aus den Schneemassen heraus. „Sein Kollege schlug Alarm und konnte ihn ausbuddeln“, sagte der Alpinpolizist zur „Krone“.
Die Abfahrt war wohl so nicht geplant. Positiv ist, wenn sich Personen nach Lawinen melden, auch wenn sie unverletzt bleiben.
Alpinpolizist Christoph Silberberger
Einer von zwei Hubschraubern setzte einen Hundeführer ab, doch wegen erneuter Wetterverschlechterung mussten alle mit Skiern ins Tal abfahren. Dies war letztlich auch den unverletzten Tourengehern möglich.
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