Linz hilft Rohrbach

Viel Unterstützung für strauchelnde Kinder-Reha

Der „Krone“-Bericht über die Anlaufschwierigkeiten der im September 2019 eröffneten Kinder-Reha in Rohrbach hat viele Reaktionen hervorgerufen. So teilt der Linzer Gesundheitsstadrat Michael Raml (FP) die von SP-Bundesrat Dominik Reisinger geäußerten Bedenken rund um Auslastung und Finanzen.

„Wenn es stimmt, dass die Auslastung von unter 50 Prozent auf strukturelle Ursachen zurückzuführen ist, sehe ich dringenden Handlungsbedarf“, rückt auch der Linzer Stadtpolitiker Michael Raml (FP) zur Rettung der Kinder-Reha in Rohrbach aus. „Ich bin mir sicher, dass Linzer Familien viel lieber ins Mühlviertel fahren, als ins weit entfernte St. Veit im Pongau!“

Aufklärung gefordert
Dass die seit 2016 ausgebliebene Anhebung der Tagsätze, also die Kostenübernahme durch die Gesundheitskasse, der Hauptgrund für den „Geburtsfehler“ ist, mag Raml nicht so recht glauben. „Diese Voraussetzungen gelten für alle Reha-Einrichtungen“, schließt er in Rohrbach spezifische Probleme nicht aus. Er fordert von Gesundheitsreferentin und LH-Vize Christine Haberlander (VP) volle Aufklärung. Neben der Investorengruppe der Kokon GmbH ist auch die Gesundheitsholding des Landes mit 35 % an der Reha beteiligt.

Ball weitergespielt
Deshalb spielt Haberlander den Ball gleich an die Holding weiter: „Für operative Geschäfte ist ausschließlich die Kokon-Geschäftsführung zuständig. Wir unterstützen sie bestmöglich“, heißt es von ihr.

Schuld auch bei Corona?
Haberlander verweist auch auf die Corona-Krise: „Wenn ein so junger Betrieb wie Kokon in der Startphase mit dieser Situation konfrontiert ist, ist es besonders schwierig. Ich hoffe, dass es mit dem Abflauen der Pandemie einen Aufschwung geben wird und alle offenen Fragen geklärt werden.“ Schriftliche Anfragen an Minister Anschober und den Landtag stehen im Raum – eine wird wohl auch an Haberlander gehen

Mario Zeko
Mario Zeko
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Sonntag, 26. September 2021
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