Proteste in St. Pölten

Aktivisten wollen um die „letzte Grünoase“ kämpfen

„Betonklotz aus Polit-Trotz?“ - Mit Slogans wie diesem zieht eine Bürgerplattform gegen die drohende Verbauung des Altoona-Parks in St. Pölten zu Felde. Die Rathaus-Mehrheit will dort ein Kulturprojekt verwirklichen. Die Gegner erhalten jetzt Unterstützung von Grünen und Neos. Gestern wurde gemeinsam demonstriert.

Von der ambitionierten Bewerbung St. Pöltens als Europäische Kulturhauptstadt 2024 ist, wie berichtet, einzig das geplante Kinderkunstlabor übrig geblieben. Die SP will das Vorhaben trotz Protesten im Altoona-Park nahe dem Regierungsviertel durchziehen, die VP verhält sich ruhig - wohl weil auch das Land bei dem Projekt mit an Bord ist. Eine Bürgerplattform lässt trotz allem nicht locker: „Der Park ist die letzte Grünoase in der Innenstadt. Wir haben nichts gegen das Kinderkunstlabor, aber es gibt viel bessere Standorte“, so Aktivistin Ulli Nesslinger gestern bei einer Kundgebung auf dem Herrenplatz.

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Wir haben bisher bereits 1800 Unterschriften gegen die Verbauung des Parks gesammelt. Und wir werden weiterkämpfen!

Ulli Nesslinger, Bürgerplattform

Unterstützung erhielten die Demonstranten auch von Walter Heimerl-Lesnik (Grüne) sowie Niko Formanek (Neos). Beide übten Kritik an der Standortwahl für das Kinderkunstlabor: Die entscheidenden Punkte für Platz 1 des Altoona-Parks seien nicht nachvollziehbar.

Aus dem Rathaus heißt es, man stehe in Detailverhandlungen mit den Erstgereihten des Architektenwettbewerbs für das Kinderkunstlabor: „Sobald eine Einigung vorliegt, werden Stadt und Land das Siegerprojekt vorstellen.“

Christoph Weisgram
Christoph Weisgram
 Niederösterreich-Krone
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