09.02.2021 18:48 |

Aus vier wurden 80

Pablo Escobars Flusspferde in Kolumbien eine Plage

Der berühmt-berüchtigte Drogenbaron Pablo Escobar hatte zu Lebzeiten in Kolumbien einen eigenen Privatzoo. Die Nachkommen der von Escobar nach Südamerika importierten Nilpferde sorgen jetzt aber für Kopfzerbrechen, weil sie sich unkontrolliert fortpflanzen und in der Region zur Plage geworden sind. Aus den ursprünglich vier afrikanischen Flusspferden sind mittlerweile an die 80 geworden. Experten empfehlen eine Tötung der Tiere, aber auch eine chemische Kastration wird diskutiert.

Der frühere Drogenbaron hatte einst vier afrikanische Flusspferde nach Kolumbien in seinen Privatzoo gebracht. Nachdem Escobar 1993 von Sicherheitskräften erschossen worden war, verfiel seine Hacienda Nápoles. Die Nilpferde zogen in die umliegenden Wälder und pflanzten sich fort.

Angesichts der ungebremsten Ausbreitung der Nachkommen von Escobars Nilpferden suchen Behörden und Institutionen in Kolumbien nach einer gemeinsamen Lösung. „Wir haben bei der kolumbianischen Botschaft in den Vereinigten Staaten Unterstützung beim Erwerb eines Langzeitverhütungsmittels für Großtiere beantragt“, hieß es in einer Mitteilung der regionalen Umweltagentur Cornare.

Forscher empfahlen Tötung aller Tiere
Zuletzt streiften geschätzt zwischen 65 und 80 Tiere durch die Region. Sie zerstören Felder, bringen das Ökosystem aus dem Gleichgewicht und Anrainer in Gefahr. Kolumbianische und mexikanische Forscher hatten in einer Studie kürzlich empfohlen, die Tiere zu töten. Die Experten befürchten, dass sich die vermehrungsfreudigen Tiere in größeren Teilen Kolumbiens niederlassen.

„Das (Töten) ist eine Option, die immer auf dem Tisch war, aber das ist nicht die einfachste“, hatte der Biologe David Echeverri von Cornare der Zeitung „El Tiempo“ gesagt. Die Umweltagentur Cornare untersucht das Vorkommen der Nilpferde in dem Departamento Antioquia, in dem die Hacienda Nápoles liegt, seit Jahren. Es würden nun auch andere Möglichkeiten wie die chemische Kastration geprüft.

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