10.01.2021 11:30 |

Präsentation um 13 Uhr

Insider sicher: IHS-Chef Kocher folgt Aschbacher

Nach dem Rücktritt von Familien- und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) steht - ausgerechnet in der Coronavirus-Krise - das Arbeitsressort ohne Chef da. Wer Nachfolger der über eine Plagiatsaffäre gestolperten Ministerin wird, will Kanzler Sebastian Kurz heute um 13 Uhr bekannt geben. Laut Informationen der „Krone“ ist IHS-Chef Martin Kocher die heißeste Aktie. Die Angelobung soll schon am Montag erfolgen.

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Vorerst war auch Helwig Aubauer, ein Experte der Industriellenvereinigung, ins Spiel gebracht worden. Mittlerweile sind sich Wiener Wirtschafts-Insider aber „zu 99 Prozent“ sicher, dass Wirtschaftsforscher Kocher Nachfolger von Aschbacher wird. Der renommierte Ökonom solle demnach als unabhängiger Fachminister ohne Parteibuch die Wogen glätten.

Angesichts der durch die Corona-Krise ausgelösten Rekordarbeitslosigkeit - Ende Dezember waren in Österreich 520.919 Menschen arbeitslos gemeldet oder in Schulung - steht der 47-jährige gebürtige Salzburger im Arbeitsministerium jedenfalls vor großen Herausforderungen.

Kocher seit Juni Chef des Fiskalrates
Erst im Juni war Kocher, der das IHS seit 1. September 2016 leitet, von der Regierung zum neuen Präsidenten des Fiskalrats, der die EU-Budgetregeln in Österreich überwacht, bestellt worden. Er übernahm diese vakante Position, nachdem sich Gottfried Haber im Februar aus dieser zurückgezogen hatte, weil der sich voll auf seine Funktion als Nationalbank-Vize konzentrieren wollte.

Kurz (ÖVP) hat der zurückgetretenen Familien- und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Samstagabend gedankt und angekündigt, „einen Nachfolger“ zu präsentieren. Ob das bedeutet, dass die Agenden der Familienministerin an eine der verbleibenden ÖVP-Ministerinnen geht, blieb unbeantwortet.

Nach Plagiatsvorwürfen zurückgetreten
Aschbacher hat nach den öffentlichen Plagiatsvorwürfen am Samstag die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. Die Ministerin reagierte damit auf die immer mehr und lauter werdenden Rücktrittsrufe aus den Reihen der Opposition und eigenen Angaben zufolge auch auf massive Kritik in den Medien. 

Die Präsidentin der Arbeiterkammer, Renate Anderl, hatte Sonntagvormittag volle Konzentration der Regierung und vor allem des Nachfolgers im Arbeitsministerium auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze gefordert. Die NEOS plädierten für eine größere Regierungsumbildung. Generalsekretär Nikola Donig sprach sich dafür aus, angesichts der Corona-Pandemie ein eigenes Gesundheitsministerium zu schaffen und die Zuständigkeit für den Arbeitsmarkt wieder mit dem Sozialministerium zu verschmelzen.

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