05.01.2021 15:00 |

Strenge Regeln

Eine sichere Geburt auch in Corona-Zeiten

Der ganz große Baby-Boom durch die Corona-Krise dürfte laut amerikanischen Untersuchungen wohl ausbleiben, dennoch wollen auch in der Krise viele Babys auf die Welt. Die Eltern sind verunsichert: Wie geht eine Geburt derzeit vonstatten?

So ist es zum Beispiel dem Team der Geburtshilfe am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan (Ktn.) ein besonderes Anliegen, die Ankunft des Säuglings so normal und sicher wie möglich zu gestalten. Deshalb dürfen dort Schwangere zurzeit mit ihrem Partner oder einer Begleitperson (völlig gesund, ohne Erkältungssymptome) die Geburt erleben. „Der Partner ist eine wichtige Unterstützung, deswegen wollen wir seine Anwesenheit auch in der gegenwärtigen Situation ermöglichen“, so Abteilungsvorstand Prim. Dr. Freydun Ronaghi, MBA. Einschränkung: Die Partner dürfen wirklich nur zur Geburt in den Kreißsaal mit dazu - nicht jedoch während der Zeit der Einleitung bis zum Beginn selbst oder bei ambulanten Kontrollen. „Wir verständigen die werdenden Väter rechtzeitig, wann es tatsächlich losgeht“, beruhigt Prim. Ronaghi. Die restliche Familie muss sich überhaupt in Geduld üben und kann das Baby erst zu Hause begrüßen.

Im gesamten Krankenhaus muss man durchgängig einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Lediglich die werdende Mutter selbst wird davon unter der Geburt befreit. Bei allen Schwangeren, die aufgenommen werden, wird zudem ein Corona-Screening bzw. ein Schnelltest durchgeführt. Sollte dieser positiv ausfallen, gibt es im Kreißsaal ein eigens dafür eingerichtetes Zimmer mit Schleuse, um die Corona-Patientin mit ihrem Partner von den anderen Schwangeren zu separieren.

Informationsabende und Kreissaalbesichtigungen finden derzeit naturgemäß nicht statt. Damit werdende Eltern trotz Coronavirus dennoch die Möglichkeit haben, einen Eindruck von der Geburtenstation zu gewinnen und Wissenswertes zu erfahren, geht das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan den digitalen Weg: Mit einer virtuellen Kreißsaalführung können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen, die Ambulanz- und Entbindungsräume, die Wochenstation sowie das Neugeborenenzimmer mit Hilfe eines Videos erkunden.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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