Achter in Oberstdorf, Sechster in Garmisch-Partenkirchen! Nach einer Corona-Zwangspause geht die Formkurve von Philipp Aschenwald bei der Vierschanzentournee steil bergauf. Er darf als Halbzeit-Sechster sogar noch auf das Gesamt-Podium schielen: „Wichtig ist, dass ich meine Coolness behalte.“
Vor dem heutigen Bergisel-Springen schiebt Philipp Aschenwald die Gesamtwertung zur Seite. Er will auf seiner Heimschanze das nächste Top-Ergebnis holen: „Es ist einiges möglich. Wenn mir zwei Topsprünge gelingen, kann ich ganz vorne mitspringen.“
Im vorigen Winter krallte sich der ÖSV-Adler die ersten Podestplätze im Weltcup, für diese Saison peilt der Polizist das oberste Treppchen an: „Es ist ein großes Ziel. Aber der erste Sieg muss passieren.“
Dafür muss sich der 25-jährige Tiroler gegenüber der Qualifikation (10.) aber steigern: „Eigentlich ein tadelloser Sprung, ich muss aber mehr Speed vom Tisch mitnehmen.“
Vor allem will Aschenwald locker bleiben: „Im Vorjahr bin ich bei der Tournee in den falschen Rhythmus gekommen.“ Er will sich auch von der Geisterkulisse nicht stören lassen: „Ich konzentriere mich auf die Sprünge, damit die Leute vor dem Fernseher vielleicht eine Freude haben.“
Norbert Niederacher, Kronen Zeitung
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