25.12.2020 18:11 |

Militär hilft aus

Lkw-Stau rund um Dover löst sich allmählich auf

Nach der Wiederaufnahme des Reise- und Frachtverkehrs zwischen Großbritannien und Frankreich löst sich der Stau rund um Dover allmählich auf. Hunderte Lkw kamen am Freitag in der französischen Küstenstadt Calais an, nachdem sie tagelang in der Gegend um die britische Hafenstadt gestrandet waren. Die britische Regierung verlegte unterdessen Soldaten nach Dover. Das Militär soll bei der weiteren Auflösung der Staus helfen.

„Gestern hatten wir tausend Lastwagen, die von Dover herüberkamen“, sagte der Chef des Hafenbetreibers in Calais, Benoît Rochet, am Freitag. Am ersten Weihnachtsfeiertag seien es bis 10 Uhr (MEZ) 550 Lastwagen aus Großbritannien gewesen. Wenn dieses Tempo so anhalte, werde sich der Stau bis Samstag auflösen. Insgesamt waren bis zu 10.000 Fernfahrer gestrandet, nachdem Frankreich am Sonntag strikte Reise- und Verkehrsbeschränkungen verhängt hatte.

Die britische Regierung hat zudem ihre Bemühungen verstärkt, den riesigen Lkw-Stau in der Grafschaft Kent möglichst rasch aufzulösen. Zu den bereits 300 Soldaten, die im Einsatz seien, um die Fahrer schnellstmöglich auf das Coronavirus zu testen, seien nun 800 weitere hinzugekommen, teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag mit. Trotzdem wird erwartet, dass es noch Tage dauert, bis sich der Rückstau aufgelöst hat.

Fähr- und Eisenbahnverkehr laufen wieder an
Nach einer Verständigung zwischen Paris und London war der Fähr- und Eisenbahnverkehr dann am Mittwoch langsam wieder angelaufen. Fahrer müssen aber in der Regel einen negativen Corona-Test nachweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Mehr als 50 Länder hatten seit Sonntag die Einreise aus Großbritannien beschränkt, nachdem dort eine neue, möglicherweise ansteckendere Variante des Coronavirus aufgetaucht war. Auch Russland verhängte am Freitag einem Medienbericht zufolge für aus Großbritannien Einreisende die Pflicht für eine zweiwöchige Selbstisolation.

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