Ende Oktober ging bayrischen Polizisten in Rosenheim ein 29-jähriger Deutscher ins Netz, der einen Wochen zuvor in Italien gestohlenen, etwa 100.000 Euro teuren BMW X6 lenkte. Über den Autohändler stießen die Fahnder auf zwei Steirer, die angeblich unwissend zu Komplizen geworden sind.
Im September hatte der Deutsche im Internet einen Audi zum Dumpingpreis angeboten und ihn an einen Grazer verkauft. Der 22-Jährige freute sich über das "Schnäppchen", umso mehr aber über den Hinweis des Händlers, wo er Luxusschlitten zu Dumpingpreisen kaufen könnte. Andreas Wildbacher vom Landeskriminalamt: "Der Mann zog einen 35-jährigen Kollegen ins Vertrauen und wickelte mit ihm die Geschäfte ab."
Autos beschlagnahmt
Die Geschäfte führten die Steirer laut Beamten schließlich nach Neapel, wo sie von einem Vermittler der Autoschieber-Mafia Fahrzeuge der Marken Porsche, BMW, Audi und Mercedes übernahmen. Sieben Autos im Gesamtwert von 340.000 Euro brachten sie in die Steiermark. Zwei wurden verkauft und nun zur "Freude" der Besitzer beschlagnahmt.
Angeblich erst jetzt wissen die Verdächtigen, dass alle Pkw gestohlen, die Fahrgestellnummern manipuliert und sie Komplizen der Mafia waren. Denn mit ihrer Hilfe und gegen eine fette Provision sorgte der Deutsche laut Polizei dafür, dass die Partner aus Neapel gestohlene Autos loswurden.
von Manfred Niederl, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.