22.11.2020 06:00 |

„Krone“ in Südtirol

Sich testen zu lassen, ist eine Bürgerpflicht

„Südtirol testet“, und viele machen mit! Seit Freitag läuft ein dreitägiger Massen-Check, um die Infektionskette zu unterbrechen. Die „Krone“ war in Bozen hautnah dabei.

Die Sonne lacht und taucht die Prachtbauten der Altstadt in goldenes Licht. Wenige Menschen sind auf den Straßen, alle tragen Masken und sind auf Distanz bedacht. Der Ernst der Lage mit explodierenden Infektionszahlen vergangene Wochen und dem daraus resultierenden harten Lockdown ist den Bozenern bewusst - entsprechend hoch ist die Beteiligung am landesweiten Massentest auf freiwilliger Basis.

Vor einer Teststation hat sich schon am Morgen eine lange Kette von Menschen gebildet, die geduldig auf Einlass warten. Petra Pichler ist eine von ihnen. Die Teilnahme an der 3,5 Millionen Euro teuren Initiative ist für die Projektmanagerin eine Selbstverständlichkeit: „Weil es ein gesellschaftlicher Auftrag ist und mir ermöglicht, kostenlos zu erfahren, ob ich eine Gefahr für andere bin.“

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Der Test ist die einzige Chance, die wir derzeit haben, um den Lockdown zu verkürzen.

Informatiker Dietmar Laner

Ähnlich sieht es Informatiker Dietmar Laner: „Der Test ist die einzige Chance, die wir derzeit haben, um den Lockdown zu verkürzen.“ Und EURAC-Direktor Stephan Ortner, der seinen Mitarbeitern ein privates Testzelt bietet, ist angesichts des bevorstehenden Massentests in Österreich davon überzeugt, „dass die Bundesländer stark eingebunden werden sollten“.

An vorderster Corona-Front steht Elena Cannavó: „Es tut nicht weh“, beruhigt die Krankenschwester während des Nasenabstrichs. Das Ergebnis, das an die Landesdatenbank geht, ist schnell via E-Mail da. Bis Samstagmittag haben sich 137.171 Südtiroler testen lassen, nur 1744 (1,3%) davon waren positiv, wobei zehn Prozent der Ergebnisse wegen falsch angegebener Kontaktdaten nicht zugestellt werden konnten.

Irina Lino, Kronen Zeitung

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