Im Mühlviertel:

Heroin-Dealerin hatte sogar eigene Chauffeurin

Eine eigene Chauffeurin leistet sich eine Heroin-Dealerin im Mühlviertel. Die Drogen ließ sie sich in Kinderspielzeug als Tarnung zu schicken.

Im Oktober 2018 wurde der Polizei in Freistadt bekannt, dass eine damals 22-Jährige aus dem Bezirk Freistadt im Bezirk Freistadt Heroin in großen Mengen gewinnbringend weiterverkaufte. Ihr zur Seite stand eine 27-Jährige aus dem Bezirk Freistadt, die als Chauffeurin fungierte.

In Kinderspielzeufg versteckt
Bei den folgenden intensiven Ermittlungen wurde ersichtlich, dass es sich um strukturiertes Vorgehen handelte, bei dem von Bosnien ausgehend Heroin in verschiedenen Gegenständen, hauptsächlich Kinderspielzeug, versteckt über eine Buslinie nach Linz gebracht wurde. Für den Ablauf des Transportes und die Übergabe des Suchtmittels in Österreich war ein in Deutschland wohnhafter 35-jähriger Kroate zuständig.

Sieben Kilo Rauschgift verscherbelt
Als weitere Dealer wurden ein 33-jähriger Bosnier aus dem Bezirk Gmunden, ein 28-jähriger Bosnier und ein 24-Jähriger, beide aus dem Bezirk Linz-Land, ausgeforscht und festgenommen. Bei den von der Staatsanwaltschaft angeordneten Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler Bargeld sicher, das aus dem Verkauf des Heroins stammte. Bis dahin brachte die Gruppe gesamt sieben Kilogramm Heroin unter die Leute.

43 Abnehmer angezeigt
Aus den Bezirken Freistadt, Linz-Land, Kirchdorf und Gmunden forschten die Polizisten zudem 43 Abnehmer aus, die bei den jeweiligen Staatsanwaltschaften zur Anzeige gebracht wurden. Bei den Ermittlungen stellte sich zudem heraus, dass die 27-Jährige von einem weiteren Dealer, einem 22-jährigen Nigerianer aus Linz, mit Heroin versorgt wurde. Auch er konnte festgenommen werden. Bei seiner Hausdurchsuchung fanden die Ermittler 110 Gramm Heroin und 50 Gramm Kokain. Nach ihren Festnahmen zeigten sich die Beschuldigten, mit Ausnahme des 22-Jährigen, geständig. Alle wurden in die Justizanstalt Linz eingeliefert.

 OÖ-Krone
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Dienstag, 30. November 2021
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