"Die Polizei von Manchester ermittelt in einem Vergewaltigungsfall. Gegen fünf Uhr am Montagmorgen ging ein Notruf ein. Ein 17 Jahre altes Mädchen soll vergewaltigt worden sein", hieß es in einer Presseerklärung der Behörde. Und weiter: "Ein 30 Jahre alter Mann wurde wegen des Verdachts der Vergewaltigung festgenommen und auf Kaution wieder freigelassen." Am 1. November sollen die Ermittler entscheiden, ob es zum Gerichtsverfahren kommt.
Klasnic, der seit 2009 für die Bolton Wanderers in der Premier League spielt, war am Mittwoch für eine Stellungnahme vorerst nicht zu erreichen. Angeblich will sich ein Berater mit einem Statement des Beschuldigten an die Öffentlichkeit wenden.
Schon zwei Nierentransplantationen
Der 34-malige kroatische Nationalspieler stand von 1997 bis 2001 beim FC St. Pauli und von 2001 bis 2008 bei Werder Bremen unter Vertrag. Mit Werder feierte er 2004 das Double. Allerdings schied er im Streit aus Bremen, weil er Werders Mannschaftsarzt vorwarf, seine Nierenerkrankung medizinisch falsch eingeordnet zu haben. Klasnic musste sich zwei Nierentransplantationen unterziehen. Die Spender-Niere seiner Mutter stieß sein Körper ab, erst mit dem Spender-Organ seines Vaters gelang die Transplantation. Der Rechtsstreit mit Werder ist noch anhängig.
2008 wechselte der Stürmer zum französischen Erstligisten FC Nantes. Nach dem Abstieg aus der ersten Liga ging es für Klasnic ein Jahr später zunächst auf Leihbasis in die Premier League zu den Bolton Wanderers. In diesem Sommer unterschrieb er dort einen Vertrag bis 2012. Am 16. Oktober gelang ihm in der laufenden Saison gegen Stoke City (2:1) sein erste Saisontor. Am Samstag geht es im eigenen Stadion gegen Rekordmeister FC Liverpool.
Auch Klasnics Ehefrau Patricia hatte bereits für Schlagzeilen gesorgt. Im August 2010 wurde in das Haus des Paares in Hamburg eingebrochen. "Ich bete zu Gott, dass meine Frau diesen hinterhältigen Überfall schnell verarbeitet und die Polizei die Ermittlungen erfolgreich zum Abschluss bringt", steht noch heute auf seiner Internet-Seite.








Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.