Die Schwaben stiegen am Mittwoch dank eines Hattricks von Harnik als Profi in Chemnitz mit einem 3:1 ins Achtelfinale auf, Duisburg siegte in Halle durch den dritten Saisondoppelpack von Maierhofer, der außerdem einen Elfer verschoss, 3:0. Im Gegensatz zum "Langen" kam Harnik erst in der 76 Minute zum Einsatz, rettete den VfB zwei Minuten später mit dem Ausgleich zum 1:1 in die Verlängerung und schlug letztlich dort noch zweimal zu.
"Wenn ich reinkomme, will ich auch etwas bewegen und nicht einfach nur mitlaufen", sagte Harnik nach seinem Auftritt. Sein Leitmotiv hat der Reservist in dieser Saison schon mehrfach eindrucksvoll umgesetzt. Auch in den Europa-League-Spielen auswärts gegen Odense BK, Molde FK und Slovan Bratislava sowie gegen Schalke erzielteer nach seinem Eintausch wichtige Treffer. "Wir können froh sein, dass wir das Ding noch einmal gedreht haben. Wir haben uns schwergetan, das war so ein klassisches Pokalspiel Viert- gegen Erstligist", resümierte der 23-Jährige.
Effizienter Edel-Joker
Jens Keller, der neue, nun vier Spiele ungeschlagene Trainer, weiß, was er an seinem Edel-Joker hat. "Es ist immer gut, wenn man weiß, dass man jemanden auf der Bank hat, der dann richtig etwas bewegt, wenn er reinkommt. Martin war immer sofort da, und ich weiß nicht, ob die anderen Spieler das auch können. Irgendwann wird er sicher eine Chance bekommen." Nächste Gelegenheit dafür wäre am Samstag im Liga-Spiel in Wolfsburg.
Harnik gab sich nach dem Schlusspfiff genau hanseatisch cool und gelassen wie auf dem Rasen. "Ich brauche jetzt keinen Alarm über die Medien machen, sondern lasse einfach die Leistung sprechen. Jens weiß ganz genau, dass ich in die Startelf möchte und mit der Joker-Rolle nicht zufrieden bin. Am Ende entscheidet er das aber und da bringt mir das große Maul in der Presse auch nichts."
Maierhofer wünscht sich ein Heimspiel
Eine fixe Größe ist Maierhofer in den Reihen des zweitklassigen dreifachen Cup-Siegers MSV Duisburg. "Es macht als Stürmer einfach Spaß, wenn die Bälle genau reinkommen. Wir haben aber als Mannschaft gewonnen", meinte der 2,02-Meter-Hüne aus Österreicher, der zu "Bild"-Zeitung sagte: "Wir sind nicht der MSV Maierhofer, sondern nur als Team stark!" Für das Achtelfinale lautet der Wunsch: "Hauptsache ein Heimspiel."
Blamage für Fuchs und Ivanschitz
Nichts zu jubeln hatte diesmal Andreas Ivanschitz, der nach seinem Goldtor gegen Leverkusen in der Startelf stand, und der in der 63. Minute eingewechselte Christian Fuchs. Sie flogen mit Tabellenführer FSV Mainz in Aachen gegen Zweitligist Alemannia durch ein 1:2 aus dem Bewerb. Ivanschitz war bemüht wie seine Nebenleute, aber glücklos. Trainer Thomas Tuchel, dessen Truppe am Wochenende in der Liga-Verfolger Borussia Dortmund empfängt, bilanzierte nüchtern: "Uns hat die Frische und die Klarheit und Kompaktheit im Spiel gefehlt. Der Lucky Punch zum Ausgleich war uns nicht vergönnt."
Alle Ergebnisse im Überblick:
Kickers Offenbach - Borussia Dortmund 0:0 n.V, 4:2 n.E.
SV Elversberg - 1. FC Nürnberg 0:3
Chemnitzer FC - VfB Stuttgart 1:3 n.V.
Bor. Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 1:1 n.V., 5:4 n.E.
Hallescher FC - MSV Duisburg 0:3
Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 5:2
1899 Hoffenheim - FC Ingolstadt 04 1:0
Alemannia Aachen - 1. FSV Mainz 05 2:1
Bereits am Dienstag:
FC Bayern München - Werder Bremen 2:1
FSV Frankfurt - FC Schalke 04 0:1
1. FC Kaiserslautern - Arminia Bielefeld 3:0
Energie Cottbus - SC Freiburg 2:1
SpVgg Greuther Fürth - FC Augsburg 2:4 n.V.
TuS Koblenz - Hertha BSC 2:1
SC Victoria Hamburg - VfL Wolfsburg 1:3
1. FC Köln - TSV 1860 München 3:0








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