Nicht nach typischer Action-Manier, sondern bewusst satirisch gestaltet der deutsche Regisseur Robert Schwentke den Streifen: Mit stark überzeichneten Bruce-Willis-Erscheinungen zu lauter Kampfmusik, übertriebenen Zeitlupen und extra böse schauenden Bösewichten.
Frank Moses (Bruce Willis) ist ein gelangweilter Frühpensionist, der durch sein Haus streift, den Müll raus bringt und dabei argwöhnisch die übertriebene Weihnachtsdekoration an den Nachbarhäusern beäugt. Sein einziger Lichtblick im tristen Alltag ist das tägliche Telefonat mit der Call-Center-Angestellten Sarah (Mary-Louise Parker), die sich um seine Pensionszahlungen kümmert. Eine actionreiche Wende nimmt sein Leben, als eines Tages vermummte, bewaffnete Männer in seinem Haus auftauchen. Nachdem er die Bösewichte wie in den guten, alten Zeiten getötet hat, flüchtet Frank zu Sarah und macht sich mit ihr auf die Suche nach seinen ehemaligen Agenten-Kollegen, um hinter die Verschwörung zu kommen.
Morgan Freeman im Seniorenheim
Joe (Morgan Freeman) lebt mittlerweile im Seniorenheim, fühlt sich geradezu persönlich beleidigt wegen der scheinbaren Verschwörung gegen Frank, schließlich sei das früher "ein Spiel von Gentlemen" gewesen. Weniger beleidigt, sondern konsequent die Reaktion von Marvin (John Malkovich), der mittlerweile zurückgezogen auf einer Insel unter der Erde wohnt und nur einen Ausweg sieht: "Es ist Zeit, das Schwein zu holen." Dass das rosa Plüschtier in seinem Inneren ein Maschinengewehr beherbergt, offenbart sich erst später.
Ebenfalls gut mit Gewehren geht die keinesfalls rüstige Victoria (Helen Mirren) um. Außen elegant, innen weiterhin die kaltblütige Killerin von einst, macht sie sich mit ihren Agenten-Kollegen und ihrem ehemaligen Liebhaber Ivan (Brian Cox) auf den Weg, die Verschwörung, in der scheinbar sowohl die CIA als auch die Regierung verwickelt sind, aufzudecken.
Und das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Treffsichere Gags, spektakuläre Aktion und eine souveräne Besetzungsriege machen diese launige Komödie rund um beinharte "graue Panther" zum Schmunzelparcours, getragen von einem absurden Ton, der sich augenzwinkernd von der Härte der Comic-Vorlage entfernt.








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