26.10.2020 10:30 |

Linda Hiller

Ski-Aufsteigerin im Einsatz für die gute Sache

Die Schwarzenbergerin Linda Hiller gilt als eine der großen Vorarlberger Skihoffnungen. Trotz einer ernüchternden Diagnose im Mai diesen Jahres, will die 17-Jährige ab Ende November so richtig durchstarten. Linda ist aber nicht nur auf den Rennpisten, sondern auch vor der Kamera ein Talent, wie sie erst kürzlich bei einem Videodreh für eine tolle Aktion unter Beweis stellte.

Seit dieser Saison ist die Linda Hiller Mitglied im ÖSV-Nachwuchskader. Konstant gute Leistungen ließen die Schwarzenbergerin in den Fokus des Österreichischen Skiverbands rücken. Dabei hatte die 17-Jährige zum Ende des vergangenen Winters mit heftigen Rückenschmerzen zu kämpfen. „Bei den letzten sechs Rennen waren die Schmerzen schon sehr stark“, erinnert sich Linda. „Da habe ich kaum noch Druck auf die Skier bekommen.“

Das - coronabedingt - verfrühte Saisonende erwies sich für Hiller als „Glücksfall“. „Während des Lockdowns hat sich mein Rücken erholt, die Schmerzen wurden weniger“, erzählt die Head-Pilotin. Doch das blieb nicht so. „Als ich im Mai erstmals wieder auf den Ski stand, waren auch die Schmerzen wieder da.“ Eine Untersuchung im Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck ergab, dass bei Linda eine Bandscheibe eingerissen war. „Das war natürlich in meinem Alter schon ein Schock“, gesteht die sympathische Bregenzerwälderin. „Das war im Endeffekt die Vorstufe zu einem Bandscheibenvorfall.“

Doch Hiller kämpfte sich zurück, arbeitete hart an ihrerer Genesung: „Ich nutzte die Zeit, bin viel Wandern gegangen. Generell muss ich viel an meinem Rücken arbeiten, intensiv mobilisieren“, verrät die Aufsteigerin. „Mittlerweile geht es wieder richtig gut, ich bin im Sommer auch schon wieder viel auf den Skiern gestanden.“ Doch bevor es Ende November mit den ersten Rennen losgeht, bewies Linda auch abseits der Piste, genauer gesagt vor der Videokamera, ihr Talent.

Hillers Freundin Pia Berchtold fragte bei der Ski-Newcomerin an, ob sie nicht Lust hätte in einem Video für den Verein „Geben für Leben - Leukämiehilfe Österreich“ mitwirken möchte.

„Da mir das Thema Stammzellentypisierung und Stammzellenspende sehr wichtig ist, habe ich sofort zugesagt“, erzählt Linda. Übrigens nicht ihr erster Auftritt in einem - von ihrer Freundin produzierten - Video.

Bereits zuvor war die Teenagerin im Musikvideo „Nothing left but scars“ des Bergenzerwälder Countysängers Christoph Comper, alias „Prinz Grizzley“, zu sehen. „Chris kommt aus meiner Heimat und es war eine coole Sache da mitzuwirken“, verrät Hiller. „Mir taugt das auch, ab und zu vor der Kamera zu stehen.“ Sollte ihr Rücken halten und sich auch auf der Piste die nächsten Erfolge einstellen, wird Linda ja vielleicht auch schon bald skifahrend vor der Kamera zu sehen sein.

Peter Weihs
Peter Weihs
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