Schlecht für Steyr

VW-Chef verteidigt die Schließungspläne bei MAN

Die gestern vollzogene Kündigung der Standortsicherungs-Vertrags war so etwas wie der erste Schlag in einem Boxkampf - nun geht’s darum, Stehvermögen zu haben! So könnte man die Situation rund um den MAN-Standort in Steyr beschreiben, den der Lkw-Hersteller bis Ende 2023 schließen will.

Per 30. September, also gestern, kündigte der Lkw-Hersteller seine Standortsicherungs-Verträge. Ein Schlag in die Magengrube, den die Belegschaftsvertreter im Kampf um Standorte und Jobs nicht so hinnehmen wollen. „MAN braucht die Restrukturierung mit Werkschließungen und Personalabbau in der Größenordnung von rund 9500 Stellen, um die Wettbewerbsfähigkeit herzustellen“, verteidigt VW-Chef Herbert Diess die geplanten Maßnahmen.

Wiener Anwälte am Zug
Ob die Kündigung des Vertrags überhaupt so einfach möglich ist, lassen Betriebsräte und Gewerkschaft aktuell prüfen. Hoffnungsträger ist hier die Kanzlei Jarolim Partner, ein Team von Anwälten rund um den ehemaligen SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim. Die Wiener gelten als angesehene Wirtschaftskanzlei, bringen viel Erfahrung mit, etwa in der Luftfahrtbranche. Jarolim begleitete jahrelang die Austrian Airlines. Ob es gelingt, auch die Turbulenzen der MAN-Belegschaft zu stoppen?

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Mittwoch, 21. Oktober 2020
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