30.09.2020 09:35 |

Schnelle Hilfe

Jet-Pack für Sanitäter erfolgreich getestet

Britische Ingenieure und Sanitäter haben nach eigenen Angaben erfolgreich ein Jet-Pack für Rettungseinsätze getestet. Beim Testflug im Lake District Nationalpark in England flog der Gründer des Unternehmens Gravity Industries, Richard Browning, vom Boden eines Tals aus zu einem simulierten Notfall und brauchte dafür statt 25 Minuten Fußweg nur 90 Sekunden, wie der nordenglische Rettungsdienst Great North Air Ambulance Service (GNAAS) und Browning berichteten.

Ein Video zeigt den Unternehmenschef mit Helm, Schutzbrille, roten Spezialanzug und einer Art Jet-Pack auf dem Rücken beim Flug über zerklüftetes Terrain. GNAAS-Einsatzchef Andy Mawson schwärmte nach dem Test mit dem Jet-Pack: „Wir konnten die Notwendigkeit erkennen. Was wir nicht sicher wussten, war, wie dies in der Praxis funktionieren würde. Nun, jetzt haben wir es gesehen, und es ist, ehrlich gesagt, großartig.“

Er sei davon überzeugt, dass die Technologie dazu beitragen könne, Patienten etwa an schwer zugänglichen Orten wesentlich schneller zu erreichen. Dies könne deren Leidenszeit verkürzen und Leben retten. Dem erfolgreichen Testflug gingen dem Rettungsdienst zufolge einjährige Diskussionen und Entwicklungsarbeit mit Gravity Industrie voraus. Nun solle geklärt werden, wie beide künftig zusammenarbeiten könnten.

Angetrieben wird das 1050 PS starke und ohne Treibstoff 27 Kilogramm schwere System von fünf Mini-Düsentriebwerken - jeweils zwei an den Händen und eines am Rücken - mit 120.000 Umdrehungen pro Minute. Die Flugzeit beträgt zwischen fünf bis zehn Minuten, der aktuelle Geschwindigkeitsrekord liegt laut Hersteller bei rund 137 km/h.

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