26.09.2020 15:00 |

Bergrettung Tirol

Bike-Unfälle: Standards für Einsätze erarbeitet

Die Bike-Parks in Tirol schießen wie Schwammerl aus dem Boden. Kein Wunder, dass die Tiroler Bergrettung dem Trend Rechnung trägt. So fand jetzt in Sölden der erste Bike-Retter-Kurs mit Teilnehmern aus Österreich, Bayern und Südtirol statt. Dabei wurden Standards für Rettungseinsätze in Bike-Parks vorgestellt.

In der Bike Republic Sölden stehen seit 2017 im Rahmen einer Kooperation mit dem Tourismusverband „radelnde“ Bergretter im hauptamtlichen Dienst. Maximilian Riml und Jakob Fiegl gehören zu diesem inzwischen auf vier Personen angewachsenen Team. Auf Initiative von Josef Burger, dem Landesarzt der Bergrettung, haben die beiden jetzt den Biker-Retter-Kurs organisiert. „Einsätze in Bike-Parks werden immer wichtiger, es braucht daher, wie wir es auch beim Canyoning haben, Spezialisten für Bikeunfälle“, nennt Burger den Hauptgrund für den Kurs in Sölden. Allein auf den diversen Lines und Trails in Sölden gab es heuer bis ca. Mitte September 101 Einsätze für das Team um Maxi Riml – 20 mehr als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison.

„Wir haben den Kollegen unsere Rettungskonzepte und Einsatztaktik präsentiert“, erzählt Jakob Fiegl. Auch das junge aber bereits bestens bewährte Projekt der hauptamtlichen Bergretter war Thema unter den 25 Teilnehmern. Im praktischen Teil der Schulung ging es mit dem Bike auf die Lines und Trails zu den verschiedenen fix festgelegten Rettungspunkten. Dabei wurde auch „Basic Life Support“ trainiert – Wiederbelebungsmaßnahmen ohne Einsatz von Hightech-Equipment. Die Inhalte des zweitägigen Sölder Kurses sollen jetzt das Grundgerüst für die künftige Ausbildung von Bike-Rettern bilden.

In der Biker Republic steigen die Einsatzzahlen fast analog zur Zunahme der Liftfahrten für den Transport der Downhiller zu den Lines. „Bei den Verletzungsmustern liegen Schulterverletzungen ganz vorne“, sagt Bike-Retter Maxi Riml. Tödliche Unfälle gab es in der Bike Republic zum Glück noch keinen.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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